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50 Jahre Deutsche Streicherphilharmonie

Talentschmiede für Spitzenmusiker von morgen

Die Deutsche Streicherphilharmonie feiert ihr 50-jähriges Jubiläum.

vonHelge Birkelbach,

Was haben die Wiener Philharmoniker, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, die Sächsische Staatskapelle Dresden und das Metropolitan Opera Orchestra gemeinsam? Antwort: In ihren Reihen finden sich allesamt ehemalige Mitglieder der Deutschen Streicherphilharmonie. Seit 50 Jahren gilt diese als Talentschmiede des Nachwuchses für Spitzenorchester und Solistenkarrieren. Die jungen Musikerinnen und Musiker, die sich derzeit für die Zukunft warmspielen, sind zwischen 11 und 20 Jahre alt. Es ist wohl nicht vermessen, das Ensemble als „das jüngste Spitzenorchester Deutschlands“ zu bezeichnen.

1973 in Ostberlin als Rundfunk Musikschulorchester der DDR gegründet, agiert es seit 1991 in der Trägerschaft des Verbandes deutscher Musikschulen. 2013 trat Wolfgang Hentrich als Chefdirigent die Nachfolge von Michael Sanderling an. Hentrich ist Erster Konzertmeister der Dresdner Philharmonie, seit 2009 musiziert er außerdem als Konzertmeister regelmäßig mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB). Dieses wiederum „coacht“ den Nachwuchs. Die intensive Arbeit der Dozenten des RSB mit den einzelnen Stimmgruppen prägt den charakteristischen, überaus homogenen Streicherklang des Ensembles. Seine Aufnahmen werden hochgelobt – wie das im vergangenen Jahr erschienene Album „Flow of Music“, bei dem ein Kritiker das „vorzügliche Spielniveau“ sowie den „transparenten Tuttiklang“ des Orchesters hervorhob.

Nachwuchsorchester mit Sitz in Bonn: Deutsche Streicherphilharmonie
Nachwuchsorchester mit Sitz in Bonn: Deutsche Streicherphilharmonie

Deutsche Streicherphilharmonie feiert großen Ehemaligentreffen in Dresden

Daneben gewinnen die Musikerinnen und Musiker auch bei ihren Tourneen, die sie unter anderem bereits nach Dänemark und Ecuador führten, an internationaler Bühnenerfahrung. Die solistischen Gäste des Jubiläumskonzerts sind Mitglieder des RSB: der Soloiboist Mariano Esteban Barco, der Malcolm Arnolds Oboenkonzert op. 39 interpretiert, sowie die Harfenistin Maud Edenwald, die Claude Debussys „Danse sacrée et profane“ schillernde Geheimnisse entlockt.

Aber nicht nur mit dem Publikum wird gefeiert. Die Streicherphilharmonie prostet sich auch selbst zu: Im Juli findet ein großes Ehemaligentreffen in Dresden statt. Auf dem Programm stehen gemeinsame Proben und eine öffentliche Generalprobe im Heinrich-Schütz-Konservatorium. Und der ein oder andere Krug wird – nicht nur probeweise – sicher auch gehoben werden.

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