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Benjamin Appl singt Werke von Schumann und Kurtág

Von Glaube und Trost

Bariton Benjamin Appl erforscht mit Kunstliedern von Schumann und Kurtág zwei hochunterschiedliche Traditionen.

vonSusanne Bánhidai,

In diesem besonderen Liederabend lässt Benjamin Appl romantische Liedwelten auf die radikale Moderne treffen. Robert Schumanns „Dichterliebe“ und die „Kerner-Lieder“ erklingen zusammen mit György Kurtágs hochkonzentrierten „Hölderlin-Gesängen“. Die „Kerner-Lieder“ bilden dabei das Zentrum des Abends. Die Vertonungen der Texte von Justinus Kerner kreisen um Einsamkeit, Wanderlust und die Suche nach Trost im Glauben oder im Tode. In ihrer schlichten, aber harmonisch kühnen Struktur schlagen sie eine ideale Brücke zur Kargheit der Avantgarde. Mit György Kurtág, der am 19. Februar seinen 100. Geburtstag feiert und dem Benjamin Appl den Abend widmet, verbindet den Interpreten eine besonders enge, gewachsene Beziehung: Der Sänger arbeitete wiederholt eng mit dem ungarischen Komponisten zusammen und erhielt von ihm wertvolle interpretatorische Impulse. Diese persönliche Nähe prägt Appls Zugang zu Kurtágs existenziell verdichteter Klangsprache. Dem Dialog zwischen Stimme, Wort und Musik schließt sich der renommierte Pianist und Liedbegleiter James Baillieu an.

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