Als der magyarisierte Rumäne György Ligeti 1956 vor den ungarischen Machthabern in den Westen floh, war das Dogma der seriellen Nachkriegskomponisten schon abgeklungen. Ausgestattet mit einem reichen Erfahrungsschatz als Musiktheoretiker wie Volksmusikforscher fand Ligeti einen eigenen Weg, als Außenseiter die moderne Musik zu revolutionieren. Sein Orchesterstück „Lontano“ entsprang dem Wunsch, abseits mathematisch-technokratischer Konstruktionen auch Neuer Musik etwas Ausdrucksvolles abzugewinnen.
Aus einem scheinbaren Durcheinander einzelner Töne entstehen so nahezu sphärische Klänge, die ohne wirkliche harmonische Bezüge doch einen faszinierenden Rausch des Zusammenklangs bilden. Nach ähnlichem Prinzip arbeitete Ligetis Landsmann Peter Eötvös bei seinem „Sirens’ Song“ der unterweltlichen Musen. Letztlich führen die beiden neuzeitlichen Komponisten damit fort, was schon Gustav Mahler in seinem „Lied von der Erde“ konzipierte: Musik, die ausschließlich dem Expressiven dient.
Termintipp
Do., 02. April 2026 11:00 Uhr
Konzert
Elena Bashkirova, Staatsphilharmonie Nürnberg, Nabil Shehata
Mozart: Ouvertüre zu „La clemenza di Tito“ KV 621, Schumann: Klavierkonzert a-Moll op. 54, Beethoven: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36
Do., 02. April 2026 11:00 Uhr
Konzert
Do., 02. April 2026 12:00 Uhr
Musik in Kirchen
Company of Music, Johannes Hiemetsberger, Nadja Kayali
Übergänge Festival
Do., 02. April 2026 13:00 Uhr
Konzert
Do., 02. April 2026 14:00 Uhr
Kinder & Jugend
Hänsel & Gretel – neu verknuspert
Anna Tropper-Lener (Violine & Rezitation), Alexander „Xidi“ Christof (Akkordeon & Rezitation), Christoph Steiner (Regie)





