Als der magyarisierte Rumäne György Ligeti 1956 vor den ungarischen Machthabern in den Westen floh, war das Dogma der seriellen Nachkriegskomponisten schon abgeklungen. Ausgestattet mit einem reichen Erfahrungsschatz als Musiktheoretiker wie Volksmusikforscher fand Ligeti einen eigenen Weg, als Außenseiter die moderne Musik zu revolutionieren. Sein Orchesterstück „Lontano“ entsprang dem Wunsch, abseits mathematisch-technokratischer Konstruktionen auch Neuer Musik etwas Ausdrucksvolles abzugewinnen.
Aus einem scheinbaren Durcheinander einzelner Töne entstehen so nahezu sphärische Klänge, die ohne wirkliche harmonische Bezüge doch einen faszinierenden Rausch des Zusammenklangs bilden. Nach ähnlichem Prinzip arbeitete Ligetis Landsmann Peter Eötvös bei seinem „Sirens’ Song“ der unterweltlichen Musen. Letztlich führen die beiden neuzeitlichen Komponisten damit fort, was schon Gustav Mahler in seinem „Lied von der Erde“ konzipierte: Musik, die ausschließlich dem Expressiven dient.
Mi., 15. April 2026 11:00 Uhr
Kinder & Jugend
Die Spieluhr
Ensemble Resonanz
Mi., 15. April 2026 12:00 Uhr
Konzert
Bach, Jazz, Bigband
Internationales Bachfest Hamburg
Mi., 15. April 2026 12:30 Uhr
Konzert
Natalia Milstein
Beethoven: Sonate Es-Dur op. 81a „Les Adieux“, Liszt: Cantique d’amour, Schumann: Fanasie C-Dur op. 17 & Arabeske C-Dur op. 18
Mi., 15. April 2026 12:30 Uhr
Musik in Kirchen
Mi., 15. April 2026 14:00 Uhr
Konzert
Amelio Trio
Ives: This Scherzo is a Joke aus Klaviertrio, Beethoven: Allegretto B-Dur WoO 39, Bertelsmeier: Vertrautes Angezogensein, Schumann: Klaviertrio g-Moll op. 110





