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Truls Mørk zu Gast bei den Bamberger Symphonikern

Spielräume der Musik

Umrahmt von sinfonischen Schwergewichten Tschaikowskys gastiert Truls Mørk in Bamberg mit Schostakowitschs bahnbrechendem zweitem Cellokonzert.

vonRedaktion,

„Das Schicksal mischt die Karten – und wir spielen.“ Unter diesem Schopenhauer-Zitat macht Tschaikowskys Ouvertüre zu „Pique Dame“ den Konzert-Auftakt, in der eine einst verwegene Glücksspielerin und ihr Geheimnis um drei magische Karten einen jungen Offizier ins Verderben führen. Auch Dmitri Schostakowitsch war ein Spieler – allerdings auf dem Fußballplatz: Als leidenschaftlicher Fan und ausgebildeter Schiedsrichter liebte er die Dynamik des Sports. Vielleicht erklärt seine Stadionerfahrung, wie meisterhaft er Klangmassen antreibt, bündelt oder kollidieren lässt – besonders in seinem zweiten Cellokonzert von 1966, das Truls Mørk mit der Energie eines Stürmers gestaltet. Zum Abschluss folgt Tschaikowskys fünfte Sinfonie, mit der der Komponist lange Zeit haderte und die er gar als misslungenes Werk aburteilte: „zu bunt, zu massig, zu unaufrichtig, zu lang, überhaupt wenig ansprechend“ sei sie gewesen – ein Urteil, das Manfred Honeck, Dirigent am Pult der Bamberger Symphoniker, freilich zu widerlegen weiß.

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