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Dresdner Philharmonie: „Oh To Believe in Another World“

Animierte Sinfonie

Die Dresdner Philharmonie unter Michael Sanderling präsentiert William Kentridges bildliche Interpretation von Schostakowitschs zehnter Sinfonie.

vonJohann Buddecke,

Zum Dresdner Gedenktag dirigiert Michael Sanderling Dmitri Schostakowitschs zehnte Sinfonie, welche die inneren Spannungen der Stalin-Ära eindringlich spiegelt. Dunkelheit, Schmerz und Hoffnung stehen dabei in ständigem Widerstreit. Der südafrikanische Künstler William Kentridge hat mit „Oh To Believe in Another World“ einen Film geschaffen, der die Sinfonie visuell deutet. Mit Collagen, Zeichnungen und Animationen eröffnet er einen poetischen Blick auf Verlust und Sehnsucht. Musik und Film verbinden sich an diesem Abend mit der Dresdner Philharmonie zu einem eindrucksvollen Gesamtkunstwerk, das Erinnerung und künstlerische Reflexion zusammenführt und zugleich den Abschluss des Kentridge-Schwerpunkts der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden markiert. Der in Washington geborene Geiger Benjamin Beilman, von der Fachpresse für sein „poetisches Spiel“ gefeiert, steuert zudem Mozarts fünftes Violinkonzert bei. Das Werk in A-Dur vereint die für den Komponisten typische Leichtigkeit und Schönheit mit gelegentlichen dämonischen Zwischentönen.

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