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Huzulen-Woche München 2017

Einblicke in die Kunst der Huzulen

In München bringt die ukrainische Dirigentin Oksana Lyniv dem Publikum den überdimensionalen Klang ihres Heimatlandes näher

vonInsa Axmann,

Die Huzulen? Mit Sicherheit ist nicht jedem geläufig, was sich hinter diesem Begriff verbirgt. Die Huzulen sind ein ostslawisches Bergvolk, das bis heute in den ukrainischen Karpaten lebt. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war die Volksgruppe im unwegsamen Hochgebirge von den aktuellen Entwicklungen der Weltgeschichte abgeschlossen und lebte nach eigenen Bräuchen und Gesetzen. Und noch immer gibt es Huzulen, die heute für sich im Einklang der Natur fernab der Zivilisation leben.

Den Riten, Sitten und der zeitgenössischen Musik dieses mystischen Volkstammes widmet sich nun ein Festival in München, das zum Ziel hat, die Ukraine als selbstständiges, multikulturell-ethnisches Land zu präsentieren. Nationale und internationale Künstler befassten sich eingehend mit der Kunst des Bergvolkes und ließen sich zu eigenen – vom ethnischen Unikat der Huzulen angeregten – Werken inspirieren. Entstanden sind Bühnenwerke, Musik und Filme, die an unterschiedlichen Spielstätten vom 12. bis 19. März in München aufgeführt werden. Workshops runden das Programm ab.

Ins Leben gerufen wurde die Huzulen-Woche von der aus der Ukraine stammenden Dirigentin Oksana Lyniv, die derzeit an der Bayerischen Staatsoper als musikalische Assistenz von Kirill Petrenko und ab Sommer 2017 als neue Chefdirigentin für die Oper Graz tätig ist. Ehrengast ist der ukrainische Komponist Myroslaw Skoryk, der an den runden Tisch geladen wurde, um mit Künstlern und Experten aus verschiedenen Bereichen der Kunst im Rahmen des Projektes „Der Geist der Huzulen – ein mystisches Bergvolk in den ukrainischen Karpaten“ zu diskutieren.

Die Festivaldaten im Überblick:

Huzulen-Woche München
Zeitraum: 12.-19.3.2017
Mit: Neue Philharmonie München, Oksana Lyniv, Yaryna Wynnycka, Oleg Pavlyuchenkov, Myroslaw Skoryk u.a.
Ort: München

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