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Kunstfestspiele Herrenhausen 2026

Klassik und Clubkultur

Die Kunstfestspiele Herrenhausen erfinden sich in ihrer ersten Ausgabe von Intendantin Brigitta Muntendorf neu.

vonJan-Hendrik Maier,

„Innovativ, überraschend und zugänglich für alle“, so will Brigitta Muntendorf die Kunstfestspiele Herrenhausen in die Zukunft führen. 2026 verantwortet die Komponistin ihre erste Ausgabe als Intendantin des interdisziplinären Festivals. Eine Herzensangelegenheit ist ihr dabei das Ausloten der Schnittstelle zwischen Kunst und Clubkultur, erstmals steht daher mit „Die Tonight – Live Forever“ eine „Club Opera“ auf dem Programm. In ihrem Libretto verquickt die preisgekrönte israelische Schriftstellerin Sivan Ben Yishai dabei die Schicksalsmomente dreier junger Menschen. Den Sound dazu liefert das Treppenhausorchester, das mit der Produktion zugleich seinen Festivaleinstand gibt. Eine dezidierte Bühne wird man vergeblich suchen, stattdessen ist das Publikum – wie im Club – mittendrin im Geschehen.

Das neue zweitägige „Kinderkunstspektakel“ lässt indes die Grenzen zwischen Kunst und Wissenschaft musikalisch-spielerisch verschwimmen, etwa in Paul Granjons interaktiver Installation „Weird Machine Wrekshop“, bei der die jüngsten Besucher am Bau einer Klangskulptur aus ausrangierten Elektrogeräten aktiv mitmachen können. Doch auch den Liebhabern klassischer Konzerte machen die Kunstfestspiele Herrenhausen ein hochklassiges Angebot. So haben unter anderem der Klarinettist, Dirigent und Komponist Jörg Widmann und Sopranistin Sarah Maria Sun ihr Kommen angekündigt.

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