Lieblingsstück Igor Levit

Beethoven: Klaviersonate Nr. 21 „Waldstein“

Farbigkeit, Körperlichkeit und Inspiration machen Beethovens berühmte "Waldstein"-Sonate für Pianist Igor Levit zu einem absoluten Weltwunder.

© Robbie Lawrence

Igor Levit

Igor Levit

Die „Waldstein“-Sonate ist für mich das Werk, das mich in meinem Leben am meisten beschenkt und beglückt. Wenn ich gezwungen wäre, auf alle Musik zu verzichten bis auf eine Komposition, dann würde ich diese Sonate wählen. Sie ist für mich das berühmte „Stück für die einsame Insel“, mein Klaviermusik-Glücksmoment. Und das aus tausenden Gründen. Aber diese aufzuzählen, würde zu lange dauern. Die drei wichtigsten Aspekte dieser Sonate sind für mich die Farbigkeit, die Körperlichkeit und die Inspiration, die von jedem einzelnen Ton ausgeht. Sie ist absolut einzigartig in jeder Form.

Eine Hymne an das Leben

Es muss ungefähr zehn Jahre her sein, dass ich die Sonate zum ersten Mal gespielt habe. Mein Lehrer in Hannover war damals Matti Raekallio, mit dem ich alle Beethoven-Sonaten – bis auf drei Stück – erarbeitet habe. Er hat mir als Lehrer und Freund nicht nur musikalisch hinsichtlich der Sonaten, sondern auch für mein weiteres Leben viel mitgegeben. Dieser Einfluss lebt für mich in meiner Wahrnehmung der „Waldstein“-Sonate fort. Die ersten Takte sind wie ein Herzschlag, der sich nach und nach zu einem musikalischen Gedanken entwickelt. Die Art, wie sich dieser Rhythmus, diese Vibration im Stück fortsetzt, ist atemberaubend. Und dann der Übergang vom langsamen Satz zum Finale – das sollte sich jeder einmal angehört haben. Das ist heilige Musik, zart und voller Liebe. Der Beginn des letzten Satzes ist eine regelrechte Hymne an das Leben. Allein dieser Moment macht die „Waldstein“-Sonate für mich zu einem absoluten Weltwunder.

Termine

Sonntag, 09.10.2022 15:45 Uhr Konzerthaus Berlin

Verleihung des OPUS KLASSIK 2022

Jeanine De Bique (Sopran), Lea Desandre (Mezzosopran), Jonas Kaufmann (Tenor), Albrecht Mayer (Oboe), Magdalena Hoffmann (Harfe), Igor Levit (Klavier), Ludovico Einaudi (Klavier), Konzerthausorchester Berlin, Krzysztof Urbański (Leitung), Désirée Nosbusch (Moderation)

Donnerstag, 01.12.2022 18:30 Uhr Isarphilharmonie München
Freitag, 02.12.2022 20:00 Uhr Isarphilharmonie München

Igor Levit, Münchner Philharmoniker, Mirga Gražinytė-Tyla

Schumann: Klavierkonzert a-Moll op. 54, Weinberg: Sinfonie Nr. 3 op. 45, Šerkšnytes: De profundis

Samstag, 03.12.2022 19:00 Uhr Isarphilharmonie München

Igor Levit, Münchner Philharmoniker, Mirga Gražinytė-Tyla

Schumann: Klavierkonzert a-Moll op. 54, Weinberg: Sinfonie Nr. 3 op. 45, Šerkšnytes: De profundis

Mittwoch, 07.12.2022 19:30 Uhr Laeiszhalle Hamburg

Igor Levit

Hersch: Variations on a Folk Song, Brahms/Busoni: Sechs Choralvorspiele, Wagner/Kocsis: Tristan und Isolde (Vorspiel), Liszt: Klaviersonate h-Moll

Donnerstag, 08.12.2022 20:00 Uhr Die Glocke Bremen

Igor Levit

Hersch: Variations on a Folk Song, Brahms/Busoni: Sechs Choralvorspiele, Wagner/Kocsis: Vorspiel zu „Tristan und Isolde“, Liszt: Klaviersonate h-Moll

Sonntag, 11.12.2022 18:00 Uhr Lambertikirche Oldenburg

Rossini: Petite Messe solennelle

Johanna Winkel (Sopran), Wiebke Lehmkuhl (Alt), Mirko Ludwig (Tenor), Sebastian Noack (Bass), Igor Levit (Klavier), Ryoko Morooka (Harmonium), Lambertichor Oldenburg, Tobais Götting (Leitung)

Donnerstag, 05.01.2023 20:00 Uhr Gewandhaus Leipzig

Igor Levit, Gewandhausorchester, Antonio Pappano

Berlioz: Ouvertüre zu „Benvenuto Cellini“ op. 23, R. Schumann: Klavierkonzert a-Moll op. 54, R. Strauss: Aus Italien G-Dur op. 16

Freitag, 06.01.2023 20:00 Uhr Gewandhaus Leipzig

Igor Levit, Gewandhausorchester, Antonio Pappano

Berlioz: Ouvertüre zu „Benvenuto Cellini“ op. 23, R. Schumann: Klavierkonzert a-Moll op. 54, R. Strauss: Aus Italien G-Dur op. 16

Samstag, 14.01.2023 20:00 Uhr Alte Oper Frankfurt

Igor Levit

Werke von Hersch, Brahms/Busoni, Wagner/Kocsis & Liszt

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