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Ana de la Vega mit Neukomposition in Reutlingen und Ansbach

Blinde Liebe währet ewiglich

Ana de la Vega interpretiert mit der Württembergischen Philharmonie Reutlingen das für sie geschriebene Flötenkonzert von Elżbieta Sikora.

vonPatrick Erb,

Gewissermaßen blind vor Liebe fand Ana de la Vega zu ihrer Leidenschaft, der Flöte. Denn als sie im Alter von sieben Jahren im Elternhaus eine Aufnahme Jean-Pierre Rampals mit Mozarts Konzert für Flöte und Harfe hörte – wie die CD überhaupt in die Familie gelangte, ist bis heute ein Mysterium –, da wusste die Australierin nicht einmal, wie das Instrument aussah, das fortan ihr Leben bestimmen sollte. Inzwischen ist Ana de la Vega an der Weltspitze angekommen und interpretiert Werke, die eigens für sie komponiert wurden – so etwa das Flötenkonzert der polnischen Komponistin Elżbieta Sikora, dessen Uraufführung erst Ende April in einem Konzert der Philharmonie Stettin stattfand und das nun in einem Konzert der Württembergischen Philharmonie Reutlingen zuerleben ist.

Sikora wiederum widmet ihr Flötenkonzert Maria Kolesnikova. Die belarussische Oppositionsführerin, die als Flötistin und Kulturmanagerin einige Zeit in Stuttgart wirkte, war aus politischen Gründen in ihrer Heimat zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Im Dezember 2025 kam sie überraschend aus der politischer Haft frei.

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