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Birgit Nilsson, 1963

Birgit Nilsson

Mit ihrem hochdramatischen Sopran gehörte Birgit Nilsson zu den weltweit führenden Wagner-Interpretinnen des 20. Jahrhunderts. 1918 in der schwedischen Kleinstadt Västra Karup geboren, zog Nilsson für ihre musikalische Ausbildung an der Königlichen Akademie nach Stockholm, wo sie auch die Opernschule besuchte. Gleich nach ihrem Abschluss 1946 gab sie ihr Debüt auf der Stockholmer Oper mit der Rolle der Agathe in Carl Maria von Webers „Der Freischütz“. Ein Jahr später hatte sie bereits ihren Durchbruch als Lady Macbeth in Giuseppe Verdis Oper „Macbeth“.
Birgit Nilsson stach besonders mit ihren Wagner-Interpretationen hervor und war von 1957 bis 1970 ständiges Mitglied des Bayreuther Festspielensembles. Als Sieglinde, Brünnhilde und Isolde setzte sie Maßstäbe der musikalischen und szenischen Gestaltung dieser Rollen. Vor allem die gemeinsamen Auftritte mit Tenor Wolfgang Windgassen werden noch immer gefeiert.
Neben Wagner-Opern bestach Birgit Nilsson auch mit ihrem Richard Strauss-Repertoire und verhalf auch Werken zu neuer Beliebtheit, die von den Spielplänen verschwunden waren, beispielsweise Webers „Oberon“.
Der Birgit-Nilsson-Preis, den sie selbst noch ins Leben rief, ist mit einer Million US-Dollar der weltweit am höchsten dotierte Musikpreis und wird für „außerordentliche Erfolge“ auf dem Gebiet der Liedkunst verliehen. Am 25. Dezember 2015 verstarb Birgit Nilsson.

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