© Christina Bleier

Reinhard Goebel

Reinhard Goebel

Reinhard Goebel, geboren 1952 in Siegen, ist ein deutscher Violinist und Dirigent. Seit 2010 ist Goebel zudem Professor für historische Aufführungspraxis am Mozarteum in Salzburg in der Nachfolge von Nikolaus Harnoncourt.

Von der Presse vielfach gerühmt – die Süddeutsche ehrte ihn als „Ikone der Alten Musik“, die New York Times lobte ihn als „Erleuchtung in einem Meer von Mittelmäßigkeit“ – spezialisierte sich Reinhard Goebel auf Kompositionen des 17. und 18. Jahrhunderts. Der Experte für Alte Musik hat wesentlich zur Wiederentdeckung und -aufnahme der Komponisten von Johann Christian Bach, Georg Philipp Telemann und Johann David Heinichen beigetragen und wird weit über die Grenzen Deutschlands hinaus als Fachmann für historische Aufführungspraxis geschätzt.

Mit zwölf Jahren erhielt Goebel seinen ersten Unterricht auf der Violine. Nach seiner Studienzeit bei Franzjosef Maier an der Musikhochschule in Köln und bei Saschko Gawriloff an der Folkwangschule in Essen absolvierte er bei Marie Leonhardt und Eduard Melkus Kurse auf der Barockvioline. Anschließend folgte ein musikwissenschaftliches Studium an der Kölner Universität.

1973 gründete Reinhard Goebel das renommierte Ensemble Musica Antiqua Köln, das er für 33 weitere Jahre leitete. 1990 musste er aufgrund von Lähmungserscheinungen der linken Hand sein Violinspiel unterbrechen, entschloss sich dann aber dazu, das Spielen auf der anderen Körperseite zu erlenen. Im Jahr 2006 musste Goebel das Violinspiel krankheitsbedingt aber endgültig aufgeben, so dass er sich fortan ausschließlich dem Dirigieren widmete.

Zu den Meilensteinen seiner Karriere zählen unter anderem die Zusammenarbeiten mit den Berliner Philharmonikern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, den Berliner Barock Solisten, den deutschen Rundfunk-Sinfonieorchestern von Köln, Hannover, Frankfurt, München, Leipzig und Saarbrücken sowie internationale Zusammenarbeiten mit der Academy of Ancient Music sowie den Melbourne, Sydney und Taipei Symphony Orchestras.

In der bevorstehenden Saison erwarten Goebel musikalische Begegnungen mit den Hamburger Philharmonikern, dem Wiener Kammerorchester, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, der Royal Northern Sinfonia, dem Orchestra della Svizzera Italiana, dem Finnish Radio Symphony Orchestra, um nur ein paar zu nennen.

Zudem erscheint in 2017 beim Label Sony Classical Records eine Neuaufnahme der Brandenburgischen Konzerte mit den Berliner Barock Solisten sowie die Weltersteinspielung des Telemann-Reformationsoratoriums Holder Friede, Heilger Glaube mit der Bayerischen Kammerphilharmonie und dem Chor des Bayerischen Rundfunks.

Mittwoch, 18.12.2019 20:00 Uhr Kammermusiksaal Berlin

Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker, Reinhard Goebel

Vivaldi: Konzert für zwei Oboen, zwei Klarinetten und Streicher C-Dur RV 559, Konzert für zwei Violoncelli und Streicher g-Moll RV 531, Konzert für drei Violinen und Streicher F-Dur RV 551, Konzert für vier Violinen und zwei Violen B-Dur RV 553, Konzert für zwei Oboen, zwei Klarinetten und Streicher C-Dur RV 560 & Die vier Jahreszeiten

Samstag, 25.01.2020 19:30 Uhr Kaiserpfalz Goslar
Sonntag, 26.01.2020 19:00 Uhr Theater für Niedersachsen
Sonntag, 15.03.2020 16:00 Uhr AMO Kultur- und Kongresshaus Magdeburg

Telemann Royal

Telemann-Festtage
Samstag, 28.03.2020 20:00 Uhr Modeon Marktoberdorf

Sarah Christian, Stephan Koncz, Yaara Tal, Stuttgarter Philharmoniker, Reinhard …

Beethoven: Tripelkonzert C-Dur op. 56, Voříšek: Grand Rondeau concertant op. 25, Onslow: Sinfonie Nr. 1 A-Dur op. 41

Donnerstag, 09.04.2020 21:00 Uhr Kölner Philharmonie

Benjamin Appl, Franziska Gottwald, Marcel Beekman, Echo di Rheno, Reinhard Goebel

Heinichen: Drei Lamentationes Jeremiae in coena Domini, Vivaldi: Sinfonie h-Moll RV 169 „al Santo Sepolcro“, Sonate Es-Dur RV 130 „al Santo Sepolcro“ & Konzert d-Moll RV 129 „Concerto Madrigalesco“

Donnerstag, 07.05.2020 19:30 Uhr Philharmonie Essen

Mirijam Contzen, Essener Philharmoniker, Reinhard Goebel

Eberl: Sinfonie Es-Dur op. 33, Clement: Violinkonzert Nr. 1 D-Dur, Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 „Eroica“

Freitag, 08.05.2020 19:30 Uhr Philharmonie Essen

Mirijam Contzen, Essener Philharmoniker, Reinhard Goebel

Eberl: Sinfonie Es-Dur op. 33, Clement: Violinkonzert Nr. 1 D-Dur, Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 „Eroica“

Sonntag, 10.05.2020 11:00 Uhr Philharmonie Essen

Götz Alsmann, Essener Philharmoniker, Reinhard Goebel

Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur, op. 55 „Eroica“ (Auszüge)

Dienstag, 19.05.2020 20:00 Uhr Kammermusiksaal Berlin

Benjamin Appl, Christoph Hartmann, Berliner Barock Solisten, Reinhard Goebel

C. P. E. Bach: Kantate „Ich bin vergnügt mit meinem Stande“, Monsieur Bach de Berlin: Sinfonia F-Dur, J. C. F. Bach: Kantate „Pygmalion“, W. F. Bach: Sinfonia B-Dur Fk 71, J. S. Bach: Kantate „Ich habe genug“ BWV 82

Weilburger Schlosskonzerte 2017

Hier muss niemand seinen Autositz mitbringen

Die Schlosskonzerte haben sich ihre märchenhafte Atmosphäre bis heute bewahrt. weiter

Interview Reinhard Goebel

„Wer will sich schon beißen lassen?“

Seit Jahren hat sich Reinhard Goebel mit Carl Philipp Emanuel Bachs Musik befasst. Doch bei aller Begeisterung: Für die Zeit nach dem Jubiläum ist er skeptisch weiter