Die Oper aller Opern – Wolfgang Amadeus Mozarts „Don Giovanni“ – hatte man sich an der Bayerischen Staatsoper bis zum Schluss des neu produzierten Da-Ponte-Zyklus aufgehoben. Bei den Münchner Opernfestspielen im vergangenen Juni präsentierte Regisseur David Hermann seine Lesart des weltbekannten Stoffs um den verwandlungsbegabten, stets auf die nächste erotische Begegnung versessenen Don Giovanni, seinen eifrig notierenden Diener Leporello, die ins Visier genommenen Donna Anna und Donna Elvira und den ermordeten Komtur.
Perspektivwechsel und Gedankenexperiment
„Faust“-Preisträger Hermann erweitert in seiner Inszenierung die ursprüngliche Handlung um die beiden Götterfiguren Pluto und Proserpina, Herrscher über die Toten und die Unterwelt in der römischen Mythologie. So kehrt Proserpina zeitweise ins Reich der Lebenden zurück und schlüpft in Don Giovannis Körper, um die menschlichen Freiheiten und Lüste zu erleben – ein gedanklicher Perspektivwechsel für die knapp drei Stunden Oper.
In der Titelpartie ist Bariton Konstantin Krimmel zu erleben, als Diener steht ihm Kyle Ketelsen zur Seite. Die weiblichen Hauptfiguren verkörpern Vera-Lotte Boecker (Donna Anna) und Samantha Hankey (Donna Elvira), den Komtur spielt Christof Fischesser. Die musikalische Leitung übernimmt Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski.
Arte zeigt heute Abend um 23:25 Uhr eine Aufzeichnung aus der Bayerischen Staatsoper München im TV. Die Produktion ist auch in der Arte-Mediathek abrufbar.
concerti-Tipp:
Mozart: Don Giovanni
Bayerische Staatsoper München
Sa. 14.3.2026, 23:25 Uhr
Arte




