Spark - Die klassische Band im Porträt

Kammerensemble mit dem Biss einer Rockband

Das kreative Quintett Spark sprengt Hörgewohnheiten

Spark © Gregor Hohenberg

Spark

„Spark“ – das bedeutet Funke. Und genau diesen möchte das Kammermusikensemble Spark, das den Beinamen „die klassische Band“ trägt, während seiner Konzerte zum Überspringen bringen. Den Kern der Musikgruppe bilden die Gründer und Blockflötisten Andrea Ritter und Daniel Koschitzki, die sich während ihres Studiums in Karlsruhe kennenlernten. Zunächst starteten sie als reines Blockflötenensemble, später kamen Violine und Viola, Violoncello und Klavier dazu. Insgesamt besteht das Instrumentarium von Ritter und Koschitzki aus mehr als vierzig verschiedenen Flöten.

Das macht aus Spark nicht nur ein ungewöhnliches Ensemble, sondern ein einzigartiges. Auch das Repertoire ist anders, denn die Musiker möchten Werke aus der klassischen Musik vermitteln, indem sie diese mit anderen Genres verknüpfen. So werden Kompositionen von Vivaldi, Bach oder Mozart mit groovigen, elektronischen Pattern aufgepeppt. Im Vordergrund steht, insbesondere jungen Menschen klassische Musik näherzubringen.

Spark verbindet Musikwelten

„Kammermusik für die Facebook-Generation“ also, wie die Wochenzeitung „Die Zeit“ vor einigen Jahren titelte. Aber auch Folksongs oder moderne Popmusik etwa von Beyoncé stehen auf dem Programm. So klopft das Ensemble nicht nur den Staub von der Blockflöte, die eher mit unrühmlichen Kindheitserinnerungen in Verbindung gebracht wird; die Musiker schaffen es auch, im Bereich der Klassik einen Schritt weiterzudenken, verschiedene Welten zusammenzuführen und dadurch einen neuen Klangkosmos zu erschließen. Optisch trägt das Ensemble dazu durch seine unkonventionellen Bühnenoutfits und die wilde, lebendige Show bei.

Neben der Neuinterpretation altbekannter Werke, legen Sparks auch einen Schwerpunkt auf zeitgenössische Musik und arbeiten eng mit Komponisten wie Johannes Motschmann oder Sebastian Bartmann zusammen, die dem Ensemble bisher maßgeschneiderte Stücke geschrieben haben. Eigenkompositionen erweitern das Repertoire und unterstreichen die vielfältigkeit der Musiker. Spark denkt Klassik neu und ist damit weltweit erfolgreich. Das bestätigt auch der ECHO Klassik, mit dem das Quintett 2011 im Bereich „Klassik ohne Grenzen“ ausgezeichnet wurde.

Spark in Aktion:

Rezensionen

CD-Rezension Spark

Crossover war gestern

Hier klingt alles irgendwie brav und bieder, im Bereich der Moderne und des Jazz obendrein von der Werksubstanz her oft eher schlicht weiter

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