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CD-Rezension Christina Pluhar

Vergnügen mit Chuzpe

Mit hochkarätigen Gästen aus Klassik und Jazz improvisieren Christina Pluhar und ihr Ensemble L’Arpeggiata über Melodien von Henry Purcell

vonMichael Blümke,

Christina Pluhar und L’Arpeggiata lieben es, die Grenzen zwischen den Stilen und Jahrhunderten aufzubrechen. Mit Einfallsreichtum und Fantasie (und in den Ohren etlicher sicher auch einer gehörigen Portion Chuzpe) knöpfen sie sich unterschiedlichste Musik vor, wirbeln sie meistens ordentlich durcheinander, nehmen sie gelegentlich auch mal auseinander, setzen sie aber stets zu einem raffinierten Ganzen zusammen. Auch ihr neues Programm bildet da keine Ausnahme, geht sogar noch einen Schritt weiter. Denn obwohl da Henry Purcell draufsteht und auch – ausschließlich – drinsteckt, ist das keine „Klassik-CD“. Die Kompositionen des Orpheus Britannicus dienen nämlich als Grundlage für vielfältige Improvisationen, die mal in Richtung Weltmusik gehen, häufiger aber jazzig daherkommen. Sicher nichts für Puristen also, für aufgeschlossene und unvoreingenommene Hörer aber ein absolutes Vergnügen.

Improvisationen über Werke von Purcell u. a. „Music for a while“, „Wondrous machine“, „Man is for the woman made“, „Strike the viol“
Raquel Andueza (Sopran), Philippe Jaroussky (Countertenor), Vincenzo Capezzuto (Altus), Gianluigi Trovesi (Klarinette), Wolfgang Muthspiel (Gitarre), L`Arpeggiata
Christina Pluhar (Theorbe & Leitung)
Erato

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