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Rezension Rolando Villazón – Orfeo son io

Nobler Rausch der Klänge

Das gemeinsame Konzertprogramm „Orfeo son io“ von Rolando Villazón und Christina Pluhar überzeugt auch als Aufnahme.

vonSusanne Bánhidai,

Seit Rolando Villazón sein Rollendebüt des Orfeo in Monteverdis gleichnamiger Oper gab, lässt ihn der Orpheus-Mythos nicht mehr los. Mit der Glaubwürdigkeit eines gereiften Sängerdarstellers erweckt der mexikanische Tenor den Charakter zum Leben, verschmilzt wahrlich mit der Figur und haucht den Orpheus-Arien von Monteverdi, Peri, Sartorio und Gluck facettenreiches Leben ein. „Orfeo son io“ – „Ich bin Orpheus“ lautet der passende Titel für dieses Album, das das Konzertprogramm selben Namens auf Tonträger bannt, für all jene, die das Spektakel mit dem Ensemble L’Arpeggiata live verpasst haben. So sind die Akteure bestens aufeinander eingespielt. Um die Arien herum rankt sich eine mehr als hörenswerte Auswahl von Instrumentalpreziosen. Alle brillieren unter der Leitung der Grand Dame der Alten Musik Christina Pluhar: die exzellenten, klar intonierenden Bläser, die eleganten Streicher, das geschmackvolle Schlagwerk. Virtuosität und Spielfreude machen das  Album zum noblen Rausch barocker Einkehr und Festlichkeit. Als unkonventionelle Dreingabe interpretiert Villazón Orpheus-Lieder von Carlos Gardel und Luiz Bonfá.

Orfeo son io
Werke von Monteverdi, Brunelli, Caccini, Allegri, Priuli, Buonamente u. a.

Rolando Villazón (Tenor), L’Arpeggiata, Christina Pluhar (Leitung)
Deutsche Grammophon

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