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Rezension Esther Birringer – Spectrum

Im Dienst der Musik

Auf „Spectrum“ entfacht Pianistin Esther Birringer ein klangschönes Panorama der Gefühle mit Werken von Bach bis Einaudi.

vonJan-Hendrik Maier,

Dass Musik unseren Gemütszustand beeinflussen, uns euphorisieren, motivieren oder beruhigen kann, haben sich Komponisten seit Jahrhunderten intuitiv zu Eigen gemacht. Mittlerweile belegen moderne wissenschaftliche Studien, dass Musik ähnlich wie körperliche Berührungen oder der Konsum von Genussmitteln das Belohnungssystem im Gehirn anspricht. Mit „Spectrum“ lädt Pianistin Esther Birringer den Zuhörer ein, in kürzester Zeit ganz unterschiedliche Emotionen und Stimmungswelten zu erleben: Geborgenheit strahlt Bachs „Jesus bleibet meine Freude“ aus, Gershwins Ballade „The Man I Love“ sorgt für wohliges Kribbeln im Bauch, während Johann Halvorsens Bearbeitung von Händels Passacaglia HWV 432 wie eine bittersüße Erinnerung klingt. 15 mehr oder weniger gewichtige Werke von barocken Altmeistern bis Ludovico Einaudi bietet Birringer auf dem Album an. Ihr pianistischer Ton ist dabei beachtenswert transparent, sinnlich und zumeist gesanglich. Bravouröses wie Chopins vierte Ballade und Balakirews „Islamey“ wirken erfreulich unaufgeregt. Birringer stellt sich auf diesem Album ganz in den Dienst der Musik.

Spectrum
Werke von J. S. Bach, Chopin, Beethoven, Schubert, Gershwin, Balakirew, Einaudi, Silvestrov u. a.

Esther Birringer (Klavier)
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