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DVD-Rezension Brahms: Ein deutsches Requiem

Brahms im Bruckner-Land

Eine Aufführung im exotischen Rahmen? Franz Welser-Möst bringt „Ein Deutsches Requiem“ von Johannes Brahms an einem unerwarteten Ort zum Erblühen

vonEcki Ramón Weber,

Die prunkvolle Barockbasilika des Stifts St. Florian bei Linz, wo einst der Katholik Anton Bruckner als Organist wirkte, scheint der denkbar ungeeignete Rahmen zu sein – für eine Aufführung geistlicher Musik des protestantisch sozialisierten Norddeutschen Johannes Brahms. Doch dieser hat „Ein deutsches Requiem“ ja gerade als überkonventionelles Werk mit universeller Botschaft verstanden. Insofern doch der richtige Ort. Hier leitet Franz Welser-Möst sein Cleveland Orchestra mit entspanntem Puls und dennoch durchgehendem Zug. Die Musiker beherrschen fulminant die Kunst der leisen Töne, spannend schon der Beginn, wenn die Klänge sachte Gestalt annehmen. Der Wiener Singverein geht souverän mit. Auch bei den dramatischen Teilen überzeugen alle Kräfte, inklusive der beiden Vokalsolisten. Die Filmregie von Altmeister Brian Large findet eine gute Balance zwischen der Atmosphäre des Orts und den Details der Darbietung.

Brahms: Ein deutsches Requiem

Hanna-Elisabeth Müller (Sopran), Simon Keenlyside (Bartion), Wiener Singverein, The Cleveland Orchestra, Franz Welser-Möst (Leitung), Brian Large (Video-Regie)
Concorde
(DVD & Blu-ray)

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