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Rezension Giovanni Antonini – Haydn: Die Schöpfung

Durchbruch des Lichts

Immer wieder überraschend sind die Phrasierungen, mit denen Giovanni Antonini die Sänger in eine bravouröse Opposition gegen die Haydn fälschlich angedichtete Gemütlichkeit reißt.

vonRoland H. Dippel,

Hier hört man die Neuartigkeit von Haydns für das 19. Jahrhundert relevantem Oratorien-Konzept so deutlich, weil „Die Schöpfung“ über weite Strecken wie die passionierte und aufgepeitschte Aufführung einer Partitur italienischer Prägung klingt. So gelingt Il Giardino Armonico eine akzentuierte, Haydns revolutionär komponierten Durchbruch des Lichtes noch größere Bedeutung gebende Wiedergabe. Mit dem glänzenden Chor des Bayerischen Rundfunks motiviert sich Il Giardino Armonico zu einer Glanzleistung, an der alle Solisten, vor allem der faszinierend gestaltende Maximilian Schmitt teilhaben. Nicht nur die sechs Schöpfungstage werden Klang, sondern auch das Staunen, Sich-Wundern und Freuen über das Erstarken der Natur. Immer wieder überraschend sind die Phrasierungen, mit denen Giovanni Antonini die Solisten und Chöre in eine bravouröse Opposition gegen die Haydn fälschlich angedichtete Gemütlichkeit reißt.

Giovanni Antonini
Giovanni Antonini

Haydn: Die Schöpfung (Haydn2032)

Anna Lucia Richter, Maximilian Schmitt, Florian Boesch, Chor des Bayerischen Rundfunks, Il Giardino Armonico, Giovanni Antonini (Leitung)
Alpha

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