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Rezension Jordi Savall – Beethoven: Missa solemnis

Einzigartig

In relativ kleiner Besetzung zeigen Jordi Savall und ein junges Solistenquartett Beethovens Missa Solemnis quasi kammermusikalisch.

vonFrank Armbruster,

Nach seiner maßstabsetzenden Einspielung sämtlicher Beethoven-Sinfonien legt der katalanische Alte-Musik-Spezialist Jordi Savall nun auch die Missa Solemnis vor. Dazu hat er seine bewährten Kräfte, den Chor La Capella Nacional de Catalunya und das Orchester Le Concert des Nations mit ausgewählten jungen Musikern zusammengespannt, dazu kommt ein Solistenquartett, das sich mit seinen jungen, beweglichen Stimmen wunderbar in den transparent-warmen Grundklang der Ensembles einfügt. Nun gibt es zwar bereits einige hochklassige, historisch informierte Aufnahmen der Missa Solemnis. Dennoch dürfte diese, was Klarheit der Diktion und instrumental-vokale Abstimmung anbelangt, ziemlich einzigartig sein. Die relativ kleine Besetzung ermöglicht Savall eine organisch durchartikulierte, quasi kammermusikalisch Stimmführung, ohne dass dynamische Kontrastierung und klangliche Drastik zu kurz kämen.

Jordi Savall
Jordi Savall

Beethoven: Missa Solemnis op. 123

Lina Johnson (Sopran), Olivia Vermeulen (Alt), Martin Platz (Tenor), Manuel Walser (Bass), La Capella Nacional de Catalunya, Le Concert des Nations, Jordi Savall (Leitung)
Alia Vox

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