Rezension Mark Viner – Blumenfeld: Préludes op. 17

Brav

Obgleich Mark Viner mit dem Gestus der Préludes von Felix Blumenfeld bestens vertraut ist, fällt seine Interpretation zu verhalten aus.

vonChristian Lahneck,

Er war Schüler von Rimski-Korsakow und Lehrer von Vladimir Horowitz, zufällig auch der Onkel von Heinrich Neuhaus. Das sagt etwas darüber aus, in welchem Umfeld der russische Dirigent, Pianist und Komponist Felix Blumenfeld gelebt hat. Zu seinen Werken zählt, Bach– und Chopin-nah, eine Sammlung mit 24 Préludes, die der britische Pianist Mark Viner nun eingespielt hat, ergänzt um zwei von Blumenfelds Etüden. Die Musik besitzt eine Reihe von aus der der Romantik ererbten Reizen. Mark Viner erweist sich jedoch als ein eher braver, buchstabenfolgsamer Leser der Notenedition. Er lässt in allem viel Umsicht walten, mischt die Farben sorgsam, doch fehlt es dieser Einspielung an jenem Zauber, der uns sagen lassen würde: Diese Musik sollte unbedingt einen Weg in die Konzertsäle finden. Viner ist zweifellos vertraut mit dem Gestus dieser Klangsprache, doch bleibt ihr jeweiliger Charakter verhalten.

Mark Viner
Mark Viner

Blumenfeld: Préludes op. 17, Études op. 24 & 36

Mark Viner (Klavier)
Piano Classics

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