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Rezension Royal Concertgebouw Orchestra – Horizon 10

Größtmögliche Transparenz

Das Amsterdamer Spitzenorchester setzt auch während der Coronapandemie seine Uraufführungsreihe mit namhaften Dirigenten aus aller Welt fort.

vonEcki Ramón Weber,

Sogar während der erschwerten Bedingungen der Pandemie hat es sich das Royal Concertgebouw Orchestra nicht nehmen lassen, seine Uraufführungsreihe fortzusetzen. Die jüngsten Ergebnisse versammeln die drei CDs des Albums „Horizon 10“. Unter der Leitung prominenter Dirigenten wird ein Querschnitt aktueller Orchestermusik dargeboten. Nicht nur bei den Beiträgen erfahrener Meister wie Detlev Glanert und Wolfgang Rihm zeigt sich das RCO in Topform: Das Orchesterbild bietet größtmögliche Transparenz, jeder Soloeinsatz hat Kontur, gleichzeitig werden die Zauberkräfte des gesamten Apparats beim Zusammenspiel entfesselt, Spannung mit langem Atem aufgebaut. Bei anderen Zeitgenossen gelingen vielfältig glitzernde Klangflächen oder verspielte Charaktere. Und auch die zurückgenommenen, subtilen Strukturen, etwa bei Blai Soler, beherrscht das RCO. Was fehlt, das sind Positionen, die sich stärker experimentell oder dekonstruktivistisch ans Orchester wagen.

Royal Concertgebouw Orchestra
Royal Concertgebouw Orchestra

Horizon 10
Werke von Glanert, Rihm, Wigglesworth, Padding, Soler u. a.

Royal Concetgebouw Orchestra, Semyon Bychkov, Fabio Luisi, François-Xavier Roth u. a. (Leitung)
RCO Live

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