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Klaus Mäkelä dirigiert Bruckners achte Sinfonie in Hamburg & Köln

Satter Orchesterklang

Das Royal Concertgebouw Orchestra und sein designierter Chefdirigent Klaus Mäkelä gehen mit einem spätromanitschen Klangmonument auf Tournee.

vonJohann Buddecke,

Das Royal Concertgebouw Orchestra und Klaus Mäkelä, der im September kommenden Jahres das Amt als Chefdirigent in Amsterdam antreten wird, bringen Anton Bruckners großdimensionierte achte Sinfonie nach Hamburg und Köln. Für ihr Gastspiel haben sie sich für die von Musikwissenschaftler Robert Haas edierte Fassung dieses 80-minütigen Klangmonuments entschieden, dessen Wucht, Bildkraft und kompositorische Raffinesse Maßstäbe setzte. Bruckner selbst soll die Kaiser Franz Joseph I. von Österreich gewidmete Sinfonie als „Mysterium“ bezeichnet haben: Düster wie mit einem Blick auf die Totenuhr endet der Kopfsatz, unermüdlich stellt sich in der Folge der „deutsche Michel“ – Bruckners liebgewonnene Personifizierung des Volkstümlichen und Tänzerischen – allen Widrigkeiten gegenüber. Das intensive Adagio wiederum lädt mit seinen Anklängen an Wagner zum Innehalten ein, bevor im triumphalen Finale die Hauptmotive dieses Kolosses neu ausgedeutet werden. Wurde das Werk vom zeitgenössischen Kritiker Eduard Hanslick noch für seinen „traumverwirrten Katzenjammerstil“ verspottet, zählt es heute zu den unumstößlichen Monumenten spätromantischer Orchesterliteratur.

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