Startseite » Rezensionen » Kein Originalitätspreis

Rezension Rudolf Buchbinder – Beethoven

Kein Originalitätspreis

Rudolf Buchbinder kennt natürlich seinen Beethoven aus dem Effeff, aber da kann man auch gleich auf seinen Zyklus mit den Wiener Philharmonikern zurückgreifen.

vonChristian Lahneck,

Einen Originalitätspreis für kluge Programmatik hat diese Aufnahme nicht verdient. 2016 gastierte Rudolf Buchbinder mit Beethovens erstem Klavierkonzert bei den Berliner Philharmonikern, Christian Thielemann stand am Pult. Nun hat man diesen Mitschnitt auf CD gepresst und Buchbinder um eine passende Ergänzung gebeten. Der hat sich für die Variationen op. 34 entschieden. Herausgekommen ist eine Aufnahme von nicht einmal 50 Minuten Länge. Buchbinder kennt natürlich seinen Beethoven aus dem Effeff, da kann man gleich auf seinen Zyklus mit den Wienern zurückgreifen (Sony Classical). Die Berliner spielen delikat und im langsamen Satz sogar wunderbar, aber Thielemann zeigt einen Beethoven, dessen Kernbotschaften spätestens seit seinem Sinfonien-Zyklus (ebenfalls mit den Wienern) bekannt sind. Insofern: Neues, Aufregendes hat die Einspielung, Buchbinders tiefem Verständnis zum Trotz, nicht zu bieten.

Rudolf Buchbinder in Grafenegg
Rudolf Buchbinder in Grafenegg

Beethoven: Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15 & Klaviervariationen F-Dur op. 34

Rudolf Buchbinder (Klavier), Berliner Philharmoniker, Christian Thielemann (Leitung)
Deutsche Grammophon

Auch interessant

Rezensionen

Termine

Aktuelle Rezensionen

Anzeige

Audio der Woche

Musik des Mozart-Sohns Franz Xaver

Andriy Dragan und das Musikkollegium Winterthur entdecken die Klavierkonzerte des jüngsten Mozart-Sohns.

Newsletter

Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!