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CD-Rezension Vladimir Jurowski – Strauss & Mahler

Mahler gewinnt

Bei den ersten Konzerten mit seinen Berlinern hat Vladimir Jurowski sogleich unter Beweis gestellt, dass er ein Händchen für Schwergewichtiges hat

vonEcki Ramón Weber,

Er ist frischgebackener Chef des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin. Und bei den ersten Konzerten mit seinen Berlinern hat Vladimir Jurowski sogleich unter Beweis gestellt, dass er ein Händchen für Schwergewichtiges hat. So präsentierte er etwa Mahlers Zweite in der Philharmonie. Auf CD hat er mit dem RSB das Stück eingespielt, das die Urfassung des Kopfsatzes aus dieser Sinfonie Nr. 2 darstellt: Totenfeier, so der Titel. Grandios und mitreißend, wie Jurowski hier gestaltet, wie konsequent ein resoluter Zug durch das Stück geht und gleichzeitig die Verwerfungen und Umbrüche in Mahlers Musik plastisch herausgearbeitet werden. Ein Sinfonisches Präludium wird ebenfalls zum Glühen gebracht. Der Strauss-Hit Also sprach Zarathustra ist dagegen weniger gelungen. Der berühmte Anfang wird gleich zu flott genommen, was auf Kosten der Spannung geht. Auch danach verpufft manches.

R. Strauss: Also sprach Zarathustra op. 30
Mahler: Totenfeier & Sinfonisches Präludium für Orchester (rekonstuiert von Albrecht Gürsching)

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Tobias Berndt (Orgel), Vladimir Jurowski (Leitung)
Pentatone

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