„In dem wogenden Schwall, in dem tönenden Schall, in des Welt-Atems wehendem All“: So poetisch wie metaphorisch eindeutig lässt Wagner seine Titelheldin Isolde im Liebestod aus dem Leben gleiten. Das wusste Ruth Berghaus 1988 für ihre legendäre Regiearbeit an der Hamburger Staatsoper kongenial zu nutzen, wo die Zeit zwischen einer gigantischen Raumschiff-Turbine und einem einsam im Weltall umhertreibenden Tristan schier stillzustehen scheint. Die räumliche wie emotionale Kälte sorgte damals für Empörung; heute gilt die Inszenierung als Kult des Hauses – eine der letzten Berghaus-Produktionen, die noch gespielt werden und die sogar bereits zu einem Gastspiel ins kolumbianische Bogotá aufgebrochen ist.
Wagner: Tristan und Isolde
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„Es ist eine ewige Entdeckungsreise“
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