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Denis Kozhukin im Matineekonzert der Bochumer Symphoniker

Kratzen und Knacken im Geiste Beethovens

Die Bochumer Symphoniker und Pianist Denis Kozhukin gestalten eine schwungvolle Matinée mit Werken von Liszt, Beethoven und Widmann.

vonPatrick Erb,

Mit spitzer Feder verurteilte der Musikkritiker Eduard Hanslick, der Franz Liszts Musik ohnehin wenig zugetan war, dessen erstes Klavierkonzert als „Triangelkonzert“ und spottete über den augenzwinkernden Einsatz des Instruments im Scherzo. Das brillante Werk ist heute ein eher seltener Gast auf den Konzertpodien, anders als Beethovens in der Besetzung verwandte, die Musikgeschichte weit nachhaltiger prägende siebte Sinfonie. Deren Allegretto musste auf Wunsch des begeisterten Publikums bei der Uraufführung in Wien 1813 sogar unmittelbar wiederholt werden. Auf die bleibende Wirkung der Sinfonie reagierte auch Jörg Widmann. Seine Konzertouvertüre „Con brio“ orientiert sich in Impuls, Klangfarbe und Besetzung bewusst an Beethoven: Mit Kratz- und Knacklauten eckt Widmann an und saugt dessen Geist für musikalische Innovation und Schockmomente auf. Wie alle drei Werke auf das gegenwärtige Publikum wirken, lässt sich im Anneliese Brost Musikforum Ruhr eruieren, wenn die Bochumer Symphoniker unter der Leitung von Aziz Shokhakimov und Pianist Denis Kozhukhin die Trias in einer Matinée aufführen.

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