Ein entrücktes Lächeln huscht über Robert Schumanns Gesicht, als seine Frau Clara ihn endlich besuchen darf. „Das war der traurigste Tanz von der Welt, aber: ein Tanz“, sagt daraufhin sein Pfleger. Der berühmte Komponist ist geisteskrank und befindet sich in einer Irrenanstalt in der Nähe von Bonn, nachdem er am Rosenmontag 1854 von einer Brücke in den Rhein sprang, um sich umzubringen. Die Diagnose lautet: „Melancholie mit Wahn“. Die Szene, die aus Peter Härtlings Roman „Schumanns Schatten“ stammt, ist einer der anrührendsten Momente der Wort-Musik-Collage, die der Schauspieler Matthias Brandt und der Pianist Jens Thomas auf die Bühne des Nikolaisaals bringen. Auch die realen Krankenakten, die 2006 veröffentlicht wurden, liegen dem Programm zugrunde. Schumann sei jemand gewesen, „der seine Musik verliert, als Bild für Persönlichkeitsverlust“, erklärt Brandt. Mit Tönen, Worten, Gesten und Stille nähert sich das Duo den seelischen Abgründen, in die der Künstler abglitt.
Termintipp
Mi., 13. Mai 2026
Musiktheater
Donizetti: L’elisir d’amore
Pretty Yende (Adina), Xabier Anduaga (Nemorino), Leonardo Neiva (Belcore), Peter Kálmán (Doktor Dulcamara), Antonino Fogliani (Leitung), Otto Schenk (Regie)
Mi., 13. Mai 2026 11:00 Uhr
Kinder & Jugend
Saint-Saëns: Karneval der Tiere
Mitglieder des Philharmonischen Orchester Erfurt, Stefano Cascioli (Leitung)
Mi., 13. Mai 2026 12:00 Uhr
Konzert
Mi., 13. Mai 2026 12:30 Uhr
Konzert
Gabriel Meloni, Michael Dangl
Skrjabin: Vers la flamme. Poème op. 72, Mahler: Adagietto aus Sinfonie Nr. 5, Tschaikowsky/Volodos: Kolibel’naja pesn‘ j burju „Wiegenlied im Sturm“ op. 54/10, Schostakowitsch: 24 Präludien op. 34 (Auswahl), Lesung aus Mann: Buddenbrooks „Im Reich der Gedanken“
Mi., 13. Mai 2026 12:30 Uhr
Musik in Kirchen






