Mendelssohns „Elias“ zollte dem Zeitgeist der Singvereine Tribut, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Deutschland erblühten und in aller Regel überaus üppig besetzt waren. Und so übernimmt im Oratorium der Chor nicht nur den Part des israelischen Volkes, sondern auch der Baalspriesterschaft und obendrein der Seraphim.
Uraufgeführt wurde „Elias“ in Birmingham, was logistisch nur mit einem Sonderzug zu bewältigen war, der die dreihundert Mitwirkenden von London in die Industriestadt brachte, die in jenen Jahren zur zweitgrößten Stadt Englands herangewachsen war. Dreieinhalb Stunden dauerte die Vorstellung, denn es wurde noch aus Haydns „Schöpfung“ und Beethovens „Missa solemnis“ gesungen.
Ein derartiger chorsakraler Marathon steht in Dresden nicht bevor. Allerdings weht in der Kreuzkirche der Geist der eingangs erwähnten Singvereine, denn zu erleben ist mit dem Großen Chor der Dresdner Singakademie einer der größten und ambitioniertesten Amateurchöre des Landes. Und doch ist Verstärkung vonnöten in Gestalt der Domchöre aus Trondheim. Ob diese mit einem Sonderzug anreisen, war bis Redaktionsschluss nicht bekannt.
Termintipp
Fr., 01. Mai 2026 11:00 Uhr
Konzert
Europakonzert der Berliner Philharmoniker
Gautier Capuçon (Violoncello), Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko (Leitung)
Fr., 01. Mai 2026 11:00 Uhr
Konzert
Viatores Quartet
Schwetzinger SWR Festspiele
Fr., 01. Mai 2026 11:00 Uhr
Konzert
Tara Stafford Spyres, Michael Spyres, Wiener Johann Strauss Orchester, Alfred Eschwé
Werke von J. Strauss (Sohn) & Lehár
Fr., 01. Mai 2026 14:30 Uhr
Kinder & Jugend
Die kleine Zauberflöte
Berus Komarschela (Tamino), Henry Klein (Sarastro), Oda Lou Johansen (Pamina & 2. Dame), Jihyun Kang (Königin der Nacht & 1. Dame), Susanne Lichtenberg (Papagena & 3. Dame), Simon Thorbjørnsen (Papageno), Christian Richard Bauer (Monostatos), Marius Adam (Leitung & Regie)
Fr., 01. Mai 2026 14:30 Uhr
Musiktheater
Komm mit nach Varasdin!
Thomas Wicklein (Leitung), Stefan Haufe (Regie)






