Peter Krause

Artikel
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Der Großmeister der tosenden Stille
György Kurtágs Werk ist so tiefsinnig wie es unbeschreiblich ist. Heute feiert der ungarisch-französische Komponist seinen 100. Geburtstag.
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Die pazifistische Kriegsoper
(München, 14.2.2026) Der grandiose Torso von Alexander Borodins „Fürst Igor“ scheint heute fast uninszenierbar: Regisseur Roland Schwab und Chefdirigent Rubén Dubrovsky finden dennoch einen Weg, aus dem Fragment und seiner Diversität berührendes Musiktheater mit einer starken Botschaft zu destillieren.
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Intimität und Vision
In der Schweiz werden Resonanzräume für klassische Musik nicht bloß behauptet, sie entstehen auf ganz natürliche Weise.
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Alpenasyl als Inspiration
Die Schweiz war ein Schutzraum für komponierende Flüchtlinge. Hier entstanden einige der erfolgreichsten Opern des modernen Musiktheaters.
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Im Rossini-Absurdistan
(Genf, 23.1.2026) Mit Michele Spotti am Pult des Orchestre de la Suisse Romande ist ein Rossini-Überzeugungstäter am Werk, der ganz tief in die Partitur eines Buffa-Meisterwerks hineinlauscht. Die Inszenierung von Julien Chavaz lässt die Komödie nach allen Regeln der Kunst abschnurren.
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Mahler meets Marthaler
(Hamburg, 15.1.2026) Nach diesem Musiktheaterabend an der Staatsoper Hamburg wird man Mahler anders hören: Regisseur Marthalers Methode wird in „Die Unruhenden“ nie zur Masche, sondern knackt Mahlers Musik nachgerade genialisch.
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Die Glut für das Feuer
Für Matthias Pintschers Märchenoper „Das kalte Herz“ hat Daniel Arkadij Gerzenberg erstmals ein Libretto verfasst.
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Sehen und gesehen werden
Was ziehen wir bloß an? Wer sich in der Oper an alten Ritualen orientiert, outet sich als provinziell. Ein Plädoyer für Diversität in Garderobendingen
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Regietheater von der Stange
(Hamburg, 9.11.2025) Michail Glinkas Zauberoper „Ruslan und Ljudmila“ sieht in der Inszenierung des gerade ziemlich angesagten Regie-Duos von Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka zwar mit buntem Graffiti und abgewrackten Metro-Kiosken wirklich dekorativ aus. Sie bietet jedoch kaum imaginativen Mehrwert. Musikalisch berührt die Premiere weit mehr.
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Mozart meets Musical
Immer häufiger stehen Musicals auf den Spielplänen der Stadttheater. Eine Marktverzerrung oder lässt sich damit das Musiktheater lustvoll erneuern?
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Von der Essenz des Wienerischen Seins und Scheins
(Lübeck, 18.10.2025) In „Der Rosenkavalier“ bekennt sich der Österreicher Michael Wallner zu Ort und Zeit des Stücks, zeigt dennoch feinfühlig, wie aktuell die Geschichte geblieben ist. Flott, flüssig und filigran drängt die Musik unter den Händen des Lübecker GMD Stefan Vladar voran.
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Aura und Silberglanz
Die Sopranistin Nikola Hillebrand erobert die Opernhäuser und Konzertsäle mit der Ausstrahlung eines veritablen Bühnenmenschen.
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Der Anwalt der Geknechteten und Gebrochenen
Franz Grundheber, der weltweit gefeierte Heldenbariton und Hamburgische Kammersänger, ist an seinem 88. Geburtstag verstorben.
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Zwischen Archaik, Oberammergau und Sandalenfilm
(Magdeburg, 14.9.2025) Die Britin Adele Thomas inszeniert „Tannhäuser“ nicht nur demütig und brav am Libretto entlang, sondern auch mit sanfter Ironie und in einem höchst unterhaltsamen flotten Tempo.
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Neue Namen, weibliche Weisheit
Es tut sich was auf dem Premieren-Karussell der immergleichen Regiegrößen: In der Spielzeit 2025/26 gibt es aufregende künstlerische Konstellationen und Teams zu entdecken.
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Große Oper in Europa
Die in alter Grandezza erstarrenden Traditionstempel der Oper kennt jeder. Längst lösen heute ganz andere Häuser ein, was die alten zu oft nur mehr versprechen. Wir verraten sieben Geheimtipps: Europäische Opernhäuser, die immer eine Reise wert sind.
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„Suche 1 x Tristan heute“
Richard Wagners Vision eines Festes, das Kunstschaffende und Publikum eint, ist so aktuell wie eh und je. Nur die Positionierung der Festspiele zwischen Tradition und Innovation bleibt eine heikel dialektische Herausforderung. Ein persönlicher Rückblick und Ausblick.
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Lupenreine Demokraten im Pakt mit dem Monster
(Heidenheim, 19.7.2025) Intendant Marcus Bosch setzt gemeinsam mit dem jungen Regisseur Matthias Piro seine Reihe der frühen Verdi-Opern mit „Attila“ fort und löst den Anspruch seiner Festspiele mit Nachdruck ein.
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Zwei schreckliche Familien
(Heidenheim, 18.7.2025) Ein so noch nie dagewesenes Einakter-Doppel von Puccini („Gianni Schicchi“) und Strauss („Elektra“) bringt bei den Opernfestspielen Heidenheim Komisches und Tragisches einer fatalen Familienaufstellung höchst wirkungsvoll zusammen.
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Die schwangere Jungfrau
(Bregenz, 17.7.2025) Die spektakulär spektakelnde Inszenierung von Carl Maria von Webers „Der Freischütz“ überrascht in ihrem zweiten Jahrgang auf der Seebühne mit ihrer verfeinernden Zuspitzung: Sie ist noch stimmiger und spannender, witziger und ausgefeilter als vor einem Jahr. Auch musikalisch hat sich Erfreuliches getan.
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Das Stück ist der Star
(Bregenz, 16. Juli 2025) Zur Eröffnung der Bregenzer Festspiele unter der Leitung der neuen Intendantin Lilli Paasikivi bringt Andreas Kriegenburg im Festspielhaus eine bemerkenswert stille und respektvolle Inszenierung von George Enescus selten gespielter Antikenoper „Oedipe“ auf die Bühne – ein Werk des bedeutendsten rumänischen Komponisten der jüngeren Musikgeschichte.




















