Deutscher Dirigentenpreis 2019

Karrieresprungbrett über dem Pool der Orchester und Opernhäuser

Zwölf Bewerber aus acht Ländern qualifizierten sich für den diesjährigen Wettbewerb des Deutschen Dirigentenpreises.

© Thomas Kost/WDR

Hossein Pishkar

Hossein Pishkar

Als der junge Dirigent Hossein Pishkar 2017 den Deutschen Dirigentenpreis verliehen bekam, war das der Anfang seiner internationalen Karriere. Seitdem arbeitete er bereits mit dem WDR Sinfonieorchester zusammen, dirigierte Verdis „Rigoletto“ beim Ravenna Festival 2018 und assistierte François-Xavier Roth und Sylvain Cambreling. Auf eine solche Chance hoffen auch die diesjährigen Teilnehmer des alle zwei Jahre stattfindenden Wettbewerbs. Aus den vielen Bewerbern schafften es in diesem Jahr zwölf Nachwuchstalente zum Wettbewerb in Köln. Die Dirigenten kommen aus Deutschland, Macau, Spanien, Ungarn, Frankreich, Russland, der Schweiz und den USA. Bis auf zwei Kandidaten, die sich über ihre erfolgreiche Teilnahme am Dirigentenforum qualifizierten, wurden die Teilnehmer von der fachkundigen Jury unter dem Vorsitz des Dirigenten Lothar Zagrosek anhand von Bewerbervideos ausgewählt. Dieselbe Jury wird auch in Köln die Bewerber betreuen und bewerten.

Der Deutsche Dirigentenpreis zählt zu den renommiertesten Wettbewerben seines Bereichs. Das liegt an dem hohen Preisgeld und der umfassenden und intensiven Förderung, die den Gewinnern zuteilwird. Aber auch daran, dass er gleichzeitig die Gattungen Konzert und – einzigartig für einen Wettbewerb dieses Formats – auch die Oper berücksichtigt. Was der beruflichen Realität junger Dirigenten nur gerecht wird, die ihre Laufbahn in der Regel an einem Opernhaus beginnen.

Deutscher Dirigentenpreis: Herausforderung und Ansporn zugleich

So müssen die Wettbewerbsteilnehmer auch ihr genreübergreifendes Können unter Beweis stellen, während sie in drei Wertungsrunden in der Kölner Philharmonie gegeneinander antreten – und das gleich mit zwei exzellenten Orchestern. Am Pult des Gürzenich Orchesters oder des WDR Sinfonieorchesters zu stehen, ist Herausforderung und Ansporn zugleich für die jungen Dirigenten. Beobachtet werden sie dabei auch von Intendanten, Agenten und Konzertveranstaltern, die sich beim Finalkonzert ein Bild des Nachwuchses machen.

Entstanden ist der Deutsche Dirigentenpreis 2006 durch die Zusammenführung des Bad Homburger Dirigentenpreises mit dem Preis des Dirigentenforums. Noch im gleichen Jahr wurde die Auszeichnung erstmals in der Philharmonie Berlin vergeben und fand seitdem in Zusammenarbeit mit dem Konzerthaus Berlin statt. Erst seit 2017 wird der Preis vom Deutschen Musikrat in Partnerschaft mit der Kölner Philharmonie, der Oper Köln, dem Gürzenich-Orchester Köln und dem WDR Sinfonieorchester ausgetragen – unterstützt vom Westdeutschen Rundfunk, der auch das Finalkonzert überträgt.

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