Als „Creative Partner“ ist der 1961 im australischen Brisbane geborene Komponist und Bratscher Brett Dean der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern in dieser Spielzeit intensiv verbunden. Mit klug kuratierten Programmen lenkt er den Blick des Publikums auf Schmuckstücke jenseits des vielerorts zu hörenden Repertoires, überdies lässt er seine eigene künstlerische Stimme in Noten und Ton erklingen. Nachdem er vor wenigen Wochen die Solopartie in seinem Violakonzert übernommen hatte, stellt Dean nun seine kammermusikalischen Qualitäten – gewohnt in Doppelfunktion als komponierender und ausführender Künstler – unter Beweis. Das mit „Epitaphs“ überschriebene Streichquintett aus dem Jahr 2010 ist dabei einerseits eine Hommage an fünf verstorbene Künstlerfreunde, darunter sein ehemaliger Kollege bei den Berliner Philharmonikern, Cellist Jan Diesselhorst, und Dirigent Richard Hickox, der einst Deans Opernerstling „Bliss“ aus der Taufe hub. Andererseits spart Dean in dem Werk nicht mit musikalischen Anspielungen an die Granden der Gattung von Mozart über Schubert bis Brahms.
Saarbrücken: Ensemblekonzert mit Brett Dean
Impulse aus Down Under
Im Konzert mit Mitgliedern der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern erweist sich Brett Dean als genialer Kammermusiker.
© Bettina Stöß
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