Roman Borisov machte 2022 international auf sich aufmerksam, als er als jüngster Teilnehmer überhaupt den Kissinger Klavierolymp gewann. Gelobt wurden seine hochmusikalischen, intuitiven und zugleich klar strukturierten Interpretationen. Auch sein Debütalbum mit Werken von Sergej Rachmaninow fand großen Anklang. Bei seinem ersten Auftritt in der Elbphilharmonie rückt der 2002 geborene und in Berlin lebende Russe nun erneut Rachmaninow in den Mittelpunkt und verbindet ihn mit dem Motto „Mazurka“ der „Pianomania“-Reihe. Ausgehend vom Dreivierteltakt spannt er einen Bogen durch unterschiedliche tänzerische Klangwelten und hebt dabei selten gespielte Schmuckstücke wie Sergej Prokofjews Suite nach Walzern von Schubert und Auszüge aus Leopold Godowskys „Renaissance“ – eine Sammlung von Transkriptionen barocker Tanzsätze – aufs Podest. Als Höhepunkt des Abends kündigt sich Rachmaninows aberwitzig schwierige zweite Klaviersonate in der Urfassung von 1913 an.
Roman Borisov debütiert in der Elbphilharmonie
Im Dreivierteltakt
Der junge Pianist Roman Borisov präsentiert sich mit einem tänzerischen Programm in der „Pianomania“-Reihe der Elbphilharmonie.
© Felix Broede
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