© Mary Slepkova/DG

Grigory Sokolov
Grigory Sokolov ist einer der bedeutendsten Pianisten der Gegenwart – perfektionistisch und kompromisslos was sein Klavierspiel betrifft. Die Öffentlichkeit meidet der 1950 in Leningrad geborene Grigory Sokolov jedoch, er gibt keine Interviews, nur die Musik steht für ihn im Vordergrund. Er studierte am Konservatorium seiner Heimatstadt und wurde 1966, als er den 3. Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb gewann und von Pianisten-Legende Emil Gilels, unter Protest des Publikums und als jüngster Musiker überhaupt, die Goldmedaille des Wettbewerbs überreicht bekam, schlagartig bekannt. Seither ist sein künstlerischer Anspruch berüchtigt. Sokolov lehnt Studioaufnahmen ab, ebenso tritt er heute nicht mehr mit Orchestern auf, da er die üblichen Probenzeiten als unangemessen empfindet. Auch was die Stimmung seiner Instrumente anbelangt, überlässt er nichts dem Zufall und lässt noch wenige Minuten vor Konzertbeginn nachstimmen. 2015 erhielt er für einen Live-Mittschnitt aus dem Sommer 2008 den – damaligen – ECHO Klassik in der Kategorie „Solistische Einspielung des Jahres“. Er ist bekannt für seine teilweise unkonventionellen Konzertprogramme, von denen er innerhalb einer Spielzeit abzuweichen ablehnt. Er lebt in Verona und Sankt Petersburg.
Porträt Grigory Sokolov
Authentizität des Affekts
Meisterpianist Grigory Sokolov strebt souverän nach Vollkommenheit weiter
Rezension Grigory Sokolov
Der Meister spricht
Grigory Sokolov wie er weltweit geschätzt wird: als Exeget, der sich Zeit nimmt und nie auf Rekordjagd geht und als Meister der Klangfarben. weiter
CD-Rezension Grigory Sokolov – Mozart & Rachmaninow
Orakel am Klavier
Der Solokünstler: Konzerte mit Orchester gibt Grigory Sokolov seit über zehn Jahren schon nicht mehr. Jetzt können zwei ältere Mitschnitte nachgehört werden weiter
CD-Rezension Grigory Sokolov
Klang-Schönheiten
Alles genau durchdacht: Grigory Sokolovs Schubert- und Beethoven-Erzählungen weiter