Das Münchener Kammerorchester (MKO) wurde 1950 von Christoph Stepp gegründet und hat seinen Sitz in München. Prägend wirkte vor allem Hans Stadlmair, der das Ensemble von 1956 bis 1995 leitete. Ihm folgte Christoph Poppen, der von 1995 bis 2006 als Künstlerischer Leiter das Profil des Orchesters entscheidend schärfte, indem er die Gegenüberstellung von klassischem Repertoire und zeitgenössischer Musik programmatisch in den Mittelpunkt rückte. Seit der Saison 2022/23 verzichtet das MKO auf einen Chefdirigenten und arbeitet stattdessen mit wechselnden Dirigenten unterschiedlicher künstlerischer Handschrift, darunter Jörg Widmann und Bas Wiegers. Wichtige Impulse gehen dabei von den Konzertmeistern Daniel Giglberger und Yuki Kasai aus. Stammspielstätte des Orchesters ist das Prinzregententheater.
Darüber hinaus ist das Ensemble regelmäßig in Sonderkonzerten in der Pinakothek der Moderne zu erleben, etwa in der Reihe „Nachtmusik der Moderne“. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Förderung zeitgenössischer Musik: Das MKO vergibt regelmäßig Kompositionsaufträge, unter anderem an Tan Dun, Pascal Dusapin, Georg Friedrich Haas und Salvatore Sciarrino. Auch Komponisten wie Iannis Xenakis und Wolfgang Rihm haben Werke für das Ensemble geschrieben.






