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Radio-Tipp 29.6.: Tugan Sokhiev dirigiert das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin

Wiedersehen

Tugan Sokhiev dirigiert das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin in der Berliner Philharmonie. Im Gepäck ein überwiegend russisches Programm

vonJohann Buddecke,

Genau zwei Jahre nach seinem Abschied als Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin kehrt Tugan Sokhiev mit einem vorwiegend russischen Programm zurück in die Bundeshauptstadt. Für den Klangkörper und Sokhiev dürfte das Wiedersehen eine große Freude bedeuten, immerhin reicht die Verbindung zwischen Orchester und Dirigent bis ins Jahr 2003 zurück. Damals stand Sokhiev im Rahmen der renommierten Sendereihe „Debüt im Deutschlandradio Kultur“ am Pult des Orchesters, von 2012 bis 2016 belegte er schließlich auf ausdrücklichen Wunsch der Musiker den Posten des Chefdirigenten.

Schon während seiner Zeit als Chefdirigent legte Sokhiev seinen Repertoire-Schwerpunkt auf Werke russischer Komponisten – die Musik Sergei Prokofjews stand dabei im Zentrum seiner künstlerischen Ausrichtung. Unvergessen geblieben ist bis heute sein Zyklus mit großen Orchesterwerken des russischen Meisters. Natürlich darf da auch bei seiner Rückkehr ein Werk Prokofjews nicht auf dem Programm fehlen. Für das Konzert in der Berliner Philharmonie fiel die Wahl auf das zweite Violinkonzert, welches unter Prokofjews Maxime der „neuen Einfachheit“ entstand. Den solistischen Teil, der entgegen jeglicher Einfachheit hochvirtuos komponiert wurde, übernimmt die lettische Violinistin Baiba Skride.

Dirigiert Klassiker zum Wiedersehen: Tugan Sokhiev

Außerdem steht Tschaikowskys fünfte Sinfonie auf dem Programm, die der Komponist selbst, aufgrund des Finales, als „misslungenes Werk“ bezeichnete. Heute zählt die Sinfonie zu den beliebtesten Werken des Komponisten und gleichermaßen zu den meist gespielten sinfonischen Kompositionen. Den Programmauftakt des Konzerts macht Bedrich Smetanas „Aus Böhmens Hain und Flur“ aus seinem bekannten Zyklus „Mein Vaterland“, mit welchem der aus Böhmen stammende Komponist seiner Heimat ein heute in aller Welt bekanntes Denkmal schuf.

Seiner Heimat tief verbunden

Der 1977 im russischen Ordschonikidse geborene Tugan Sokhiev begann seine Dirigenten-Karriere bereits im Alter von nur siebzehn Jahren. Er studierte unter anderem am Konservatorium von Sankt Petersburg und war anschließend als Generaldirektor der Welsh National Opera in Cardiff tätig. Seine Tätigkeit als Chefdirigent beim Deutschen Symphonieorchester Berlin legte er 2016 nach vier Jahren nieder, um sich vermehrt mit Projekten in seiner Heimat zu beschäftigen. Seit 2014 ist Sokhiev Musikdirektor des Bolschoi-Theaters in Moskau.

Tugan Sokhiev dirigiert die 12. Sinfonie von Schostakowitsch:

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concerti-Tipp:

Deutschlandfunk Kultur
Fr. 29.6., 20:03 Uhr
Tugan Sokhiev beim DSO Berlin – live aus der Philharmonie

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