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CD-Rezension Christian Thielemann

Zu Recht vergessen

Werke von Busoni, Reger und Pfitzner gespielt von der Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Christian Thielemann, am Klavier ist Tzimon Barto zu hören

vonPeter Krause,

Wenn es so tristanesk wagnert wie in Max Regers Eine romantische Suite, ist die „Wunderharfe“, wie der Meister selbst sein einstiges Orchester verzückt nannte, natürlich voll in ihrem Element. Und wenn nun gar der Wunschchef Christian Thielemann am Pult steht, schwört die Dresdner Staatskapelle einen spätromantischen Sehnsuchtssound herauf, wie er berückender, schöner, nostalgischer nicht sein kann. Auch die Strauss-Süffigkeit der Partitur entfaltet edle Sogkraft, und die impressionistischen Andeutungen im Notturno haben herrliche Poesie. Zweifellos ehrenwert ist also die Idee, auf einer Doppel-CD Dresdner Raritäten einzuspielen – Musik, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts an der Elbe uraufgeführt wurde. Im Falle von Hans Pfitzners Klavierkonzert Es-Dur muss man Thielemanns Entdeckerfreuden freilich nicht teilen. Die unausgegoren fantasierende, unorganisch sich verlaufende Musik ohne motivische Stringenz wirkt verzichtbar – trotz des feinzeichnenden Tzimon Barto am Flügel.

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