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Rezension Éric Le Sage – Jardins suspendus

Persönliche Schmuckstücke

Mit viel Raum für Fantasie erkundet Pianist Éric Le Sage wenig bekannte Seiten der französischen Klaviermusik zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

vonJan-Hendrik Maier,

Dass die französische Klaviermusik der ersten Hälfte des Vorjahrhunderts außer Debussy und Ravel noch mehr Hörenswertes zu bieten hat, beweist Éric Le Sage bei seinem Streifzug durch die „Hängenden Gärten“, einer persönlichen Auswahl aus dem Werk von insgesamt 22 Komponistinnen und Komponisten. Herausgekommen ist ein Album der zarten Töne, voller Miniatur-Erzählungen und Stimmungsbilder, die dem Hörer reichlich Raum für die eigene Fantasie lassen. Le Sage spielt die allesamt im Piano endenden Stücke mit noblem Anschlag und klar konturierten Linien. Süßlichkeit kommt dank zurückhaltenden Pedalgebrauchs gar nicht erst auf. Als vertraute Häfen und Überleitungen dienen Erik Saties „Gnossiennes“. Hier und da weht ein Hauch von Chopin und Schumann in den Kompositionen, und manche will man sofort ein zweites Mal anhören, etwa Gabriel Piernés Prélude oder Lili Boulangers „D’un vieux jardin“.

Éric Le Sage
Éric Le Sage

Jardins suspendus
Werke von Dupont, Boulanger, Hahn, Satie, Alain, Franck u. a.

Éric Le Sage (Klavier)
Sony Classical

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