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Rezension Herbert Schuch & Gülru Ensari – Eternity

Empfindsam

Unter dem Motto „Ewigkeit“ spielen Herbert Schuch und Gülru Ensari im Duo Werke von Schubert bis Messiaen.

vonChristoph Vratz,

Das Klavierduo Herbert Schuch und Gülru Ensari widmet sich der Ewigkeit. Kein leichtes Unterfangen, was sich schon in der Programmauswahl niederschlägt. Einzelne Sätze aus Messiaens „Visions de l’Amen“ wirken wie das Gerüst, um das sich Schuberts f-Moll-Fantasie, Brahms’ Variationen op. 23 sowie Beethovens eigene Fassung der „Großen Fuge“ für Klavier-Duo ranken. Eine sehr empfindsame Aufnahme. Dass die beiden Solisten als Team glänzend harmonieren, ist keine neue Beobachtung, zementiert sich hier angesichts einer großen stilistischen Bandbreite: Die Entrücktheit bei Messiaen, die Melancholie bei Schubert, die arios-filigrane Variationenkette bei Brahms und schließlich die Robustheit in Beethovens Fugen-Dickicht – all das fügt sich zu einem facettenreichen Ganzen, was einmal mehr bestätigt, dass zwei gute Einzel-Pianisten nicht automatisch ein erfolgreiches Duo bilden. Hier aber ist es so!

Herbert Schuch & Gülru Ensari
Herbert Schuch & Gülru Ensari

Eternity
Schubert: Fantasie f-Moll D 940, Brahms: Schumann-Variationen op. 23, Beethoven: Große Fuge B-Dur op. 134, Messiaen: Visions de l’Amen (Auszüge)

Herbert Schuch & Gülru Ensari (Klavier)
Naïve

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