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CD-Rezension Jordi Savall – Bailar Cantando

Höchst kunstvoll

Jordi Savall steht seit fast 45 Jahren für die lustvolle Erkundung der Alten Musik – diese ist zugleich archaisch-urwüchsig wie höchst kunstvoll

vonSabine Näher,

Jordi Savall steht seit fast 45 Jahren für die lustvolle Erkundung der Alten Musik. 1974 gründete er sein Ensemble Hespèrion XX, das sich mittlerweile auf Hespèrion XXI upgedatet hat und sich speziell der frühen Musik der iberischen Halbinsel widmet. 1987 folgte die Capella Reial de Catalunya, die sich mit der mittelalterlichen geistlichen Musik befasst. Mit diesem sowie dem Tembembe Ensamble Continuo, das die spanische Barockmusik in Beziehung setzt zur heutigen Volksmusik in Lateinamerika, hat er eine unglaublich fesselnde und mitreißende Einspielung vorgelegt: „Bailar Cantando – Fiesta Mestiza en el Perú“. Die Rhythmen gehen direkt ins Blut; der Hörer muss unweigerlich mitsingen und -tanzen. Auch wenn man kein Wort versteht, teilt sich die freudige Feststimmung unmittelbar mit. Diese Musik entzieht sich den gängigen Beurteilungskriterien; sie ist zugleich archaisch-urwüchsig wie höchst kunstvoll. Faszinierend – und ein einziges großes Vergnügen!

Bailar Cantando – Fiesta Mestiza en el Perú 1788
Musik aus dem Codex Trujillo

Hespèrion XXI, Ensemble Tembembe Continuo, La Capella Reial de Catalunya, Jordi Savall
AliaVox

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