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Rezension Lea Desandre – Amazone

Hymne an die Natur

Hier passt alles: Wer Lea Desandres neues Album „Amazone“ hört, ist von ihrer Stimme und deren besonderer Ausstrahlung schlicht elektrisiert. Hochkarätige Gäste wie Cecilia Bartoli oder Thomas Dunford komplettieren das Ganze.

vonSabine Näher,

„Amazone“ sei eine Hymne an die Natur, eine Geschichte des Herzens, eine poetische, universelle und zeitlose Botschaft, erklärt Lea Desandre im Booklet. Wer die CD hört, ist von ihrer Stimme und deren besonderer Ausstrahlung schlicht elektrisiert. Und beim Duett mit Cecilia Bartoli aus Giuseppe De Bottis „Mitilene“ stellt sich unweigerlich Gänsehaut ein – vor Entzücken! Weitere Gäste sind Véronique Gens (Duett aus Dancian Philidors „Les Amazones“) sowie William Christie, der eine Passacaglia von Louis Couperin am Cembalo beisteuert. Doch hätte es des prominenten Beistandes nicht bedurft, denn Desandre und das Ensemble „Jupiter“ unter Leitung von Thomas Dunford ziehen alle Register der Klangkunst und entfalten furiose Interpretationen, die mitreißen und begeistern. Der 1988 in Paris geborene Lautenist hat als Sohn eines Gambe spielenden Elternpaares die Alte Musik gleichsam mit der Muttermilch aufgesogen. Das von ihm 2018 gegründete Ensemble vereint befreundete junge Musiker, die hörbar ebenso für diese Musik brennen wie er. Hier passt alles!

Lea Desandre
Lea Desandre

Amazone
Werke von Bottis, Couperin, Viviani, Cavalli, Rondeau, Schürmann u. a.

Lea Desandre & Cecilia Bartoli (Mezzosopran), Veronique Gens (Sopran), William Christie (Cembalo), Ensemble Jupiter, Thomas Dunford (Laute & Leitung)
Erato

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