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CD-Rezension Piotr Anderszewski – Fantaisies

Fantastisch

Piotr Anderszewskis Vorliebe ist die Erkundung seelischer Grenzbereiche

vonFrank Armbruster,

Piotr Anderszewski ist der vielleicht der sensibelste unter den großen Pianisten unserer Zeit. Zu seinen Vorlieben zählt die Erkundung seelischer Grenzbereiche, und so ist es kein Wunder, dass Robert Schumann schon lange zu seinen bevorzugten Komponisten zählt. 2011 legte er sein erstes Schumann-Album vor, auf seiner neuen CD führt der 47-jährige Anderszewski seine Schumann-Erkundungen mit der Fantasie C-Dur op. 17 und den „Geistervariationen“ WoO 24 fort, ergänzt von Mozarts Fantasie c-Moll KV 475 und der Sonate No.14 KV 457. Nun mag Anderszewskis Mozart großartig sein – noch viel stärker freilich berührt, mit welch fast seismografischer Empfindsamkeit er die emotionalen Erschütterungen in Schumanns Fantasie C-Dur auslotet und pianistisch auf differenzierteste Weise umsetzt. Ähnlich bezwingend in seiner Mischung aus Kraft und Hingabe hat das vielleicht nur noch Svjatoslav Richter gespielt.

Fantaisies
Mozart: Fantasie c-Moll KV 475 & Klaviersonate Nr. 14 c-Moll KV 457
Schumann: Fantasie C-Dur op. 17 & Geistervariationen WoO 24
DVD „Je m’appelle Varsovie“ (36-minütiger Film von Piotr Anderszewski)

Piotr Anderszewski (Klavier)
Warner Classics

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