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Rezension Sean Shibe – Lost & Found

Breites Spektrum

Mit differenziertem und suggestivem Ausdruck präsentiert Sean Shibe auf der E-Gitarre Werke von Hildegard von Bingen bis Chick Corea.

vonEcki Ramón Weber,

Der gefeierte Gitarrist Sean Shibe lässt sich nicht in Klischees pressen. Das zeigt auch sein neues Album. Wieder weitet er das Spektrum aus, demonstriert, dass er kein Julian Bream des 21. Jahrhunderts ist, sondern mit der Gitarre ganz neue Wege geht. Diesmal setzt Shibe konsequent die E-Gitarre ein, mit einigen gängigen Effektgeräten, um seine Klangvisionen umzusetzen. Die Auswahl reicht von Hildegard von Bingen über Olivier Messiaen bis zu Chick Corea, um die berühmtesten zu nennen. Daneben gibt es viele bemerkenswerte Geheimtipps. Es ist faszinierend zu erleben, was für unerwartete Klänge und welch vielfältige Ausdrucksformen Shibe seinem Instrument entlockt, wie differenziert und suggestiv er das Ganze umsetzt. Kleinste Nuancen und mikrotonale Einfärbungen sind deutlich zu hören. Shibe ist ein akribischer Klangtüftler, der ungeahnte Hörerfahrungen bietet und dem Universalinstrument Gitarre neue Dimensionen eröffnet. Nur zu gern lässt man sich auf seine Expeditionen ein.

Gitarrist Sean Shibe
Gitarrist Sean Shibe

Lost & Found
Werke von Bingen, Messiaen, Corea, Kidane, Monk, Eastman u. a.

Sean Shibe (E-Gitarre)
Pentatone

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