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München: Giorgi Gigashvili mit Chatschaturjan in der Isarphilharmonie

Experimentierfreudiger Freigeist

Der Pianist, Hobby-Sänger und experimentierfreudige Freigeist Giorgi Gigashvili spielt Aram Chatschaturjans seltenes Klavierkonzert in der Isarphilharmonie.

vonJohann Buddecke,

Giorgi Gigashvili beherrscht mühelos mehrere Genres. Zunächst versuchte sich der aus Georgien stammende Pianist als Pop-Sänger. Im Alter von dreizehn Jahren gewann er eine TV-Talentesendung, setzte gleichwohl aber seine klassische musikalische Ausbildung auf dem Klavier am Tifliser Konservatorium fort, die ihm so leicht von der Hand ging, dass er 19-jährig kurzerhand den Vigo-Klavierwettbewerb gewann, wo ihm die Juryvorsitzende Martha Argerich bescheinigte, ihre erste Wahl gewesen zu sein. Der Wahlberliner gibt heute nicht nur klassische Rezitale, sondern spielt genauso liebend mit Bands und lässt die Heroen der Pianosalon-Literatur auf Pop- und Elektrosongs und nicht zuletzt auf heimatliche Klänge aus dem Kaukasus treffen. Nicht alles passt treffsicher zusammen, aber ein Genuss ist seine Experimentierfreude allemal. Privat geht der Freigeist für demokratische Rechte auf die Straße, als Künstler mag er sich so gar nicht festlegen auf die geradlinigen und manchmal eben sehr schmalen Grate üblicher Musikerkarrieren. Und wenn Giorgi Gigashvili dereinst seinen Traum verwirklicht, mal 24 Stunden durchgehend im legendären Berliner „Berghain“ zu spielen, dann kann man sicher sein, dass er bereits die nächsten verrückten Ideen ausbrütet.

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