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Semyon Bychkov – The Tschaikowsky Project: Sinfonien

Russischer Geist

Die Tschechische Philharmonie besticht bei Tschaikowskys Sinfonien durch ihren warm grundierten Klang unter der Leitung von Semyon Bychkov.

vonChristian Lahneck,

Nach zwei Einzel-Folgen folgt nun das dicke Siebener-Paket: Semyon Bychkov und die Tschechische Philharmonie, deren Chef er inzwischen ist, haben sämtliche Sinfonien, einschließlich „Manfred“, und Klavierkonzerte von Tschaikowsky veröffentlicht sowie einige weitere Orchesterwerke. Das Orchester besticht durch seinen warm grundierten, teilweise kammermusikalisch aufgefächerten Klang, durch sein Melos und, wo nötig, eine geballte Kraft, die Bychkov jedoch nie um ihrer selbst Willen forciert. So ist ein in sich schlüssiger und homogener Zyklus entstanden, frei von Extremen, besonnen und emphatisch gleichermaßen. Nie spektakulär, dafür organisch und, sofern möglich, mit „russischem“ Geist. Diesem Ansatz folgt auch Kirill Gerstein in den drei Solokonzerten, deren erstes er nach der Urtextfassung spielt. Gerstein ist ein souveräner Gestalter, der nicht plump auftrumpft, sondern genau auslotet.

Semyon Bychkov © Marco Borggreve
Semyon Bychkov © Marco Borggreve

The Tschaikowsky Project
Sinfonien Nr. 1-6
Klavierkonzerte Nr. 1-3
Francesca da Rimini op. 32
Manfred-Sinfonie
Serenade für Streichorchester op. 48
Romeo & Julia

Kirill Gerstein (Klavier), Tschechische Philharmonie, Semyon Bychkov (Leiutung)
Decca

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