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Rezension Timothy Ridout – Alto appassionato

Neue Aspekte

In französisch geprägten Werken der Spätromantik überzeugen Timothy Ridout und Jonathan Ware mit lyrischen Kontrasten und hoher Dialogkunst.

vonChristoph Vratz,

Unter dem Titel „Alto Appassionato“ haben Timothy Ridout und Jonathan Ware ein ebenso abwechslungsreiches wie seltenes Programm entwickelt: mit zwei „Konzertstücken“ von George Enescu und Léon Honoré, dem titelgebenden „Appassionato“ von Henri Büsser, bearbeiteten Liedern von Gabriel Fauré und der für Bratsche eingerichteten Violinsonate von César Franck. Dem Solisten-Duo gelingt ein dem Thema entsprechend leidenschaftlicher Vortrag, energisch, kraftvoll, entschlossen. Doch das wäre nur wenig Wert, wenn die lyrischen Momente nicht umso kontrastreicher ausgeformt würden. So ergibt sich eine ausgefeilte Dramaturgie, die sich auch im Dialog der beiden Instrumente niederschlägt. Die gesanglichen Linien der Bratsche kommen erwartungsgemäß besonders bei Fauré zur Geltung, doch auch die „Mélodie“-Momente in der Franck-Sonate können überzeugen. Ein lohnender und origineller Blick auf französisch geprägtes Repertoire der Spätromantik.

Alto appassionato
Honnoré: Morceau de concert op. 23, Büsser: Appassionato cis-Moll op. 34, Enescu: Concertstück, Franck/Ridout: Violinsonate, Fauré/Ridout: Mélodies

Timothy Ridout (Viola), Jonathan Ware (Klavier)
harmonia mundi

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