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Rezension Vadim Gluzman – Vasks: Distant Light

Unsentimentale Idyllen

Mehr als ein Komponisten-Porträt: Vadim Gluzman und das Finnish Radio Symphony Orchestra unter Hannu Lintu interpretiert Pēteris Vasks.

vonRoland H. Dippel,

Affektive Klangsprache und die für Interpreten sehr dankbare Gestaltung des musikalischen Satzes gehören zu den prägnanten Merkmalen, die Pēteris Vasks’ große Breitenwirkung im europäischen Konzertleben begünstigen. Die Kombination des Solokonzerts mit einem Kammerwerk sowie einem Duo mit folkloristischen Inspirationsmomenten sind deshalb mehr als nur ein Komponisten-Porträt durch den großartigen Geiger Vadim Gluzman. Dessen stets markanter Zugriff reiht Töne von geschliffenem Glanz, verdichtender Fülle und variantenreicher Souveränität. Die ausgedehnten Solopassagen des Violinkonzerts steuert Gluzman erfüllt von sinnlicher Energie. Vasks’ Musik mit oft improvisiert wirkenden rhythmischen Zäsuren bekennt sich zu Emotionen und Verständlichkeit, die Entfremdungen überwindet. Herausforderungen also für Virtuosen mit ethischem Anspruch: Solisten, Orchester und Dirigent machen aus den satt tönenden Ereignissen unsentimentale Idyllen im Wechsel mit intelligent gesteigerten Kraftfeldern.

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Vadim Gluzman © Marco Borggreve
Vadim Gluzman © Marco Borggreve

Vasks: Violinkonzert „Distant Light“
Klavierquartett & Summer Dances für 2 Violinen
Vadim Gluzman (Violine), Finnish Radio Symphony Orchestra, Hannu Lintu (Leitung)
BIS

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