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Liederabende mit Konstantin Krimmel

Psychologische Durchleuchtung

Bariton Konstantin Krimmel stellt unter anderem mit Franz Schuberts „Die schöne Müllerin“ seine Expertise als Liedsänger unter Beweis.

vonSören Ingwersen,

Obgleich Konstantin Krimmel seit bald fünf Jahren Mitglied im Ensemble der Bayerischen Staatsoper ist und dort zuletzt unter anderem in der Titelpartie des Don Giovanni in Mozarts Operndauerbrenner von sich reden machte, pflegt der 33-jährige Bariton weiterhin intensiv seine Liebe zum Kunstlied. Davon zeugen regelmäßige Gastspiele auf den großen internationalen Konzertbühnen genauso wie Auftritte in regional bedeutsamen Häusern. Sein Repertoire umfasst dabei sowohl die großen Liedkomponisten wie Franz Schubert, Carl Loewe und Hugo Wolf als auch Preziosen aus den Federn von Gustav Mahler, Ralph Vaughan Williams und Claude Debussy. Gemeinsam mit dem israelisch-südafrikanischen Pianisten Amniel Bushakevitz begibt sich Krimmel nun auf Tournee. Im Gepäck haben sie dabei unter anderem Schuberts „Die schöne Müllerin“, basierend auf Gedichten von Wilhelm Müller. Ein verliebter Müllergeselle, der zurückgewiesen wird und sich vor Gram im Bach ertränkt – so könnte man den Zyklus knapp zusammenfassen. Krimmel hingegen ist überzeugt: Hier werde „die Entwicklung einer Geisteskrankheit romantisiert“. Man darf gespannt sein, wie er diese Ansicht in seiner hell timbrierten Stimme durchscheinen lässt.

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