Als Mozart seine drei Divertimenti KV 136 bis 138 schrieb, befand er sich auf einem Höhenflug: Seine Italienreise war ein voller Erfolg, und so kam der Fünfzehnjährige mit einem gut gefüllten Auftragsbuch nach Hause. Der Wandel vom Wunderknaben zum – wenn auch noch blutjungen – ernsthaften Musiker schien mehr als geglückt. Gewissermaßen als Gegenpol dazu erscheint Schostakowitschs schwermütiges achtes Streichquartett, das im Stadttheater neben Mozarts beschwingtem F-Dur-Divertimento erklingt: Der Komponist schrieb in einer großen Lebenskrise, schwer erkrankt das „niemandem nützende und ideologisch verwerfliche“ Streichquartett, wie er in einem Brief notierte. Dennoch gehört die Komposition heute zu den meistgespielten ihrer Gattung.
Zwischen diesen beiden Polen erscheint Martinůs Trio für Flöte, Cello und Klavier: Einleitungs- und Schlusssatz vermitteln heitere Unbeschwertheit, während der getragene Mittelsatz die Geister des Zweiten Weltkriegs heraufbeschwört.
Di., 19. Mai 2026 10:00 Uhr
Musiktheater
Louilarpprasert: Wie das flunkert
Münchener Biennale – Internationales Festival für neues Musiktheater
Di., 19. Mai 2026 10:00 Uhr
Konzert
Göttingen Händel Competition – Finalrunde
Internationale Händel-Festspiele Göttingen
Di., 19. Mai 2026 11:00 Uhr
Kinder & Jugend
Kats-Chernin: Nils Holgerssons wundersame Abenteuer
Caspar Krieger (Nils Holgersson), Thoma Jaron-Wutz (Marten), Sylvia Rena Ziegler (Akka), Johannes Dunz (Smirre), Elisa Maayeshi (Daunenfein), Olivia Clarke (Leitung), Ruth Brauer-Kvam (Regie)
Di., 19. Mai 2026 11:00 Uhr
Kinder & Jugend
Onslow: Bläserquintett F-Dur op. 81 (Auszüge)
Alexandra Muhr (Flöte), Berta Bermejo Moya (Oboe), Caroline Rajendran (Klarinette), Till Heine (Fagott), Marc Ostertag (Horn), Clemens Nicol (Moderation)
Di., 19. Mai 2026 11:00 Uhr
Musiktheater
Frid: Das Tagebuch der Anne Frank
Kadi Jürgens (Anne Frank), David Wishart/Yoshihiro Horie (Leitung), Verena Koch (Regie)





