Nominiert zum „Publikum des Jahres 2020“: Festspiele Mecklenburg-Vorpommern

Land, Leute und Musik

Große Musik an herrlichen, naturnahen Spielstätten machen die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern ebenso besonders wie ihre treuen Besucher, die jetzt für den Preis zum „Publikum des Jahres“ nominiert sind.

© Felix Broede

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern

Endlose Strände, eine traumhafte Seenlandschaft, Inseln, Naturparks, Schlösser und alte Bauerngüter: Nicht ohne Grund steht Mecklenburg-Vorpommern bei vielen Reiselustigen auf Platz eins der innerdeutschen Urlaubsziele. Doch neben der üppigen Natur lockt auch die musikalische Landschaft die Menschen Jahr für Jahr ins nordöstliche Tiefland.

Rund 90.000 Besucherinnen und Besucher konnten die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern noch bis vor Kurzem verzeichnen. Dann kam Corona, und zum dreißigjährigen Jubiläum konnte der beliebte Festspielsommer nicht wie geplant stattfinden. Dennoch ließen sich die Veranstalter nicht unterkriegen und richteten spontan den digitalen „Netzspielsommer“, die Konzertreihe „30 – mal anders“ sowie neu aufgelegte Septemberkonzerte aus.

Ungewöhnliche Hörerfahrungen und persönliche Begegnungen

Und das Publikum? Das war stets dabei – online und auch vor Ort: „Unser Publikum hat uns allen Widrigkeiten zum Trotz die Treue gehalten und unsere pandemiegerecht geplanten Konzerte besucht“, schwärmt Festspielintendantin Ursula Haselböck, die ihr Amt seit September bekleidet. „Unser Publikum hat uns in zahllosen Gesprächen, Emails und Nachrichten immer wieder Mut zugesprochen und gezeigt, wie wichtig die Festspiele, wie wichtig Live-Konzerte und wie wichtig das gemeinsame Konzerterlebnis für jede Einzelne und jeden Einzelnen ist.“

In den über neunzig, oft in der Natur gelegenen Spielstätten, die von der Scheune bis zum Herrenhaus reichen, werden im regulären Festspieljahr über 190 Konzerte ausgetragen, die sich auf einen Festspielfrühling auf der Insel Rügen, den zentralen dreimonatigen Festspielsommer und den Festspielwinter verteilen. Damit gehören die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zu den größten Klassikfestivals in Deutschland. Ungewöhnliche Hörerfahrungen und persönliche Begegnungen gehören zu ihrem Markenzeichen. Dafür sorgen jedes Jahr internationale Orchester und Stars der Klassikszene sowie Nachwuchsmusikerinnen und -musiker aus aller Welt. Besondere Gäste und große Musik an pittoresken Orten: Die einzigartige Kombination aus Land, Leuten und Musik macht die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zu dem, was sie sind.

© Oliver Borchert

Intendantin Ursula Haselböck

Intendantin Ursula Haselböck

Schier grenzenlose Solidarität

Die Träger der jährlich im Rahmen der Festspiele vergebenen Preise (bislang sind dies unter anderem Daniel Hope, Julia Fischer, Nils Mönkemeyer, Daniel Müller-Schott, Igor Levit, Matthias Schorn oder das Fauré Quartett) gehören ebenso zur großen „Festspielfamilie“ wie das Publikum, das laut Haselböck für seine „schier grenzenlose Solidarität“ in prekären Zeiten ebenfalls einen Preis bekommen müsse: „Die Nominierung zum ‚Publikum des Jahres‘ haben sich unsere Konzertbesucherinnen und -besucher durch ihre unermüdliche Begeisterung und große Anteilname nicht nur mehr als verdient: Unser Publikum, das wir so schmerzhaft vermissen, ist für uns schon jetzt das beste Publikum, das wir uns wünschen können!“

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern

12. Juni bis 18. September 2021

Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern finden seit 1990 zwischen Mitte Juni und Mitte September statt, seit 2020 unter der Intendanz von Ursula Haselböck. Zwei Ableger des Festspielsommers sind der zehntägige Festspielfrühling Rügen im März unter der künstlerischen Leitung des Geigers Daniel Hope… weiter

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