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Nymphenburger Sommer 2026

Oase für die Tonkünstler

Auch 2026 erfüllt der Nymphenburger Sommer seine Interimsstätte in der Münchner Residenz mit kammermusikalischer Exzellenz.

vonJulia Hellmig,

Musik gehört seit Jahrhunderten zur DNA von Schloss Nymphenburg. Schon Kurfürst Max III. Joseph, der Erbauer des Hubertussaales, ließ in dem prachtvollen Saal Konzerte und Theateraufführungen veranstalten. Wie lebendig das höfische Musikleben damals gewesen sein muss, hielt der englische Musikreisende Charles Burney 1772 fest: „Die besten Musici sind hier, weil seine Churfürstliche Durchlauchten alle Abende Concert hat.“ Auch im 19. und 20. Jahrhundert riss diese Tradition nie vollständig ab: nach dem Zweiten Weltkrieg führten etwa Tino Walz und seine Ehefrau sie von 1949 bis 1989 im Steinernen Saal der Sommerresidenz fort. Seit 2004 knüpft der Nymphenburger Sommer wieder an diese glanzvolle Geschichte in seiner heutigen Form an.

Wegen laufender Renovierungsarbeiten im Hubertussaal des Schlosses gastiert der Nymphenburger Sommer für seine 22. Ausgabe jedoch erneut in der prachtvolle Allerheiligen-Hofkirche. An der bewährten Mischung aus etablierten Künstlern und vielversprechenden Nachwuchstalenten ändert sich jedoch nichts. Für das Programm zeichnen die künstlerischen Leiter Caspar Seemann und – neu im Team – Amadeus Wiesensee verantwortlich, der auch selbst als Liedbegleiter auftritt. Zu den Künstlerinnen und Künstlern zählen dieses Jahr das Barbican Quartet, Anna Lucia Richter, Ilya Shmukler, Arabella Steinbacher, das Fauré Quartett und das Quatuor Elmire.

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